Es gibt Filme, bei denen es nicht reicht, wenn man sie sich einmal ansieht. "Stalker" vom russischen Regisseur Andrej Tarkovsky (1932-1985) ist so ein Beispiel. Als Vorlage für den Film diente der Roman "Picknick am Wegesrand" von den Brüdern Strugacky.
"Stalker" ist ein Science-Fiction-Film der völlig anderen Machart. Der Film bricht völlig mit den gängigen Erzählstrukturen, und auch Visuell wird man von stimmungsvollen apokalyptischen Bildern geradezu erschlagen. Man wird auf mehreren Ebenen gefordert und teilweise geradezu überfordert. Auf der einen Seite tiefsinnige und hochphilosophische Dialoge, auf der anderen die grandiosen, eindrücklichen und atemberaubenden Bilder, welche nicht minder symbolgeschwängert sind als die Dialoge.
Bei "Stalker" handelt es sich um einen ganz besonderen und aussergewöhnlichen Film. Von hundert Zuschauern die sich den Film ansehen, wird jeder anders auf den Film reagieren und das gesehene anders interpretieren. Solche Filme sollte es auf jeden Fall mehr geben. Filme in welchen man nicht alles erklärt bekommt, sondern Filme, die zum nachdenken anregen. "Stalker" ist ein Film auf den man sich einfach einlassen muss. Man muss den Film einfach auf sich wirken lassen.
Höchste Note für höchste Filmkunst 10/10