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7

Andrej Tarkowskij inszenierte mit "Stalker" einen höchst anspruchsvollen Endzeitfilm. Wie schon in seinem Science-Fiction-Werk "Solaris" (1972) ist der Beginn sehr gemächlich und ruhig gehalten. Der philosophische Unterbau ist ähnlich hoch, die Szenerie beinahe noch verworrener als in "Solaris". Tarkowskij erschafft eine Flut surreal anmutender Bilderwelten in beklemmender Atmosphäre. Dabei hat der mitunter etwas lang geratene und dialoglastige Film häufig mehr von einem Bühnenstück, als von einem stringent erzählten Film. Das ist alles künstlerisch sehr anspruchsvoll, aber sicher nicht jedermanns Sache.

10

Grandiose Bilder in Form umfassender Longtakes liefert dieses filmische Meisterwerk aus Russland.

Eindrucksvoll, aber doch außerordentlich bescheiden greifen hier wilde Natur, graue Bunkeranlagen und philosophische Gedankengänge ineinander.

Zuletzt bleibt lediglich die Frage, inwiefern die gleichnamige Spielereihe zu der hier dargestellten Geschichte passt.

Gesehene Fassung: Blu-ray mit deutscher Synchro

10

Nach der Erzählung "Picknick am Wegesrand" der Schriftstellerbrüder Strugatzki schuf Andrej Tarkowskij 1979 "Stalker". Wie er es meistens bei der Verfilmung literarischer Vorlagen machte, fungiert die Ursprungsgeschichte nur als Grundkonzept. Sogenannte "Stalker" führen Menschen in eine abgelegene vom Miltär abgesperrte Zone, in der es nach einem Meteoriteneinschlag einen Raum gibt, bei dessen Betreten sich die geheimsten Wünsche erfüllen. Basierend auf dieser Tatsache führt der Stalker einen Wissenschaftler und einen desillusionierten Schriftsteller durch morbide Landschaften zu einem verfallenen Gebäude, in dem sich besagtes Zimmer befindet. Psychologische und philosophische Themen bilden die Dialoggrundlage der Protagonisten. Visuell brilliant gefilmt und schauspielerisch durch Tarkowskijs bevorzugten Akteure herrausragend besetzt ist "Stalker" unangefochten ein filmisches Meisterwerk. Unerreichbar für alle Zeiten.

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