„Hasenjagd 2“ ist ein Spin-Off der Kult-Reihe „Eis am Stiel“ und eine Fortsetzung zum vierten Teil „Hasenjagd“. Mit Sicherheit ist „Sababa“ auch der schlechteste Vertreter der Reihe und hat mit den originalen eigentlich nichts gemeinsam.
Zachi Noy spielt auch hier seine Paraderolle, den dicken Johnny. Retten kann dieser nichts, genauso wie Sybille Rauch die ohnehin nur in wenigen Szenen auftaucht. Joseph Shiloach ist in derselben Rolle zu sehen wie schon in „Hasenjagd“, nur wurde seinem überzogenen Charakter leider noch mehr Präsenz gegeben, was dem Film nicht unbedingt gut tut. Im sechsten Teil tauchte er in einer ähnlichen Rolle (hier spielt er einen Offizier und in „Ferienliebe“ den Kapitän) noch mal auf, machte aber eine wesentlich bessere Figur.
Sybille Rauch hatte auch schon Kontakt mit der Reihe und war im dritten Teil zu sehen, später noch in den letzten beiden. Zachi Noy ist übrigens der einzige Darsteller der in wirklich jedem Stiel-Film zu sehen war, inklusive dem neuen Teil („Eis am Stiel 9 – Die nächste Generation“).
Das Overacting der untalentierten Schauspieler geht schnell auf die Nerven und der billige Humor kann nicht einmal mit Einfallsreichtum glänzen. Bei filmischen Katastrophen wie „Hasenjagd 2“ lohnt es sich aber nicht wirklich auf einzelne Aspekte einzugehen, denn hier stimmt wirklich gar nichts.
Langweilig und ideenlos herunter gekurbelt handelt es sich um ein reines Kommerzprodukt das mit knapp 300.000 Kinobesuchern noch viel zu gut weg kam. Selbst die schlechtesten Stiel-Filme (meiner Meinung nach Teil 6 und 8) sind noch Welten besser als dieses unausgegorene und laute Etwas von einem Film.
Wie wenig der Film mit der Kult-Reihe zu tun hat zeigt schon der Soundtrack: Hier gibt es bloß ein wenig militärische Marschmusik und einen grottenschlechten Titelsong, von den goldenen Oldies ist nichts zu hören. Wenig Zoten und fehlender Sexismus, sowie das Fehlen der weiteren Hauptcharaktere sind weitere Kritikpunkte, anscheinend wollte sich niemand außer Zachi Noy für dieses Machwerk hergeben. Bis auf Sex-Sternchen Rauch natürlich, die sowieso jede Möglichkeit zur Leinwand-Präsenz genutzt hat.
Die Erotikszenen sind auf ein Minimum reduziert und eigentlich gar nicht erwähnenswert. Wenn es mal was zu sehen gibt, dann ist es Sybille Rauch, doch auch das viel zu selten. Viel zu viel Zeit wird verschwendet mit der banalen Geschichte und vollkommen unlustigen Militär-Witzen.
Fazit: Totaler Müll und selbst eingefleischten „Eis am Stiel“-Fans sei von diesem Filmchen abgeraten. Zu recht so gut wie vergessen…
01 / 10