"Jurassic World" steht bereits seit einiger Zeit in den Startlöchern, da muss es natürlich noch mindestens ein billig herunter gekurbeltes Pendant geben, welches ausnahmsweise nicht von "The Asylum" stammt. Der irreführende Titel suggeriert viel Action und dolle Materialschlachten, doch tatsächlich spielt sich 90 Prozent der Handlung in einem Gefängnis ab, - mit sichtlich geringem Budget.
Nämlich in der Elkwood-Haftanstalt, in welche soeben Serienkiller Doyle (Kevin Gage) überführt wurde. Zeitgleich sitzen dort ein paar Studentinnen wegen einer zu lauten Party ein, während Gefängnisdirektor Lewis (Ray Wise) noch nicht weiß, dass das Militär einen Truck mit hungrigen Velociraptoren an Bord in der Tiefgarage zwischenlagert...
Autor und Regisseur Sean Cain hatte eine nette Grundidee, denn ein halbwegs modern ausgestattetes Gefängnis bietet eigentlich genügend Potential, um auf engstem Raum mit einer kräftigen Bedrohung zu spielen. Einige Male gelingt das auch ganz gut, indem diverse Türen zwischen Dinos und anvisiertem Futter klemmen, nicht schnell genug geschlossen werden oder die zentrale Kontrollstation nicht mehr bedienbar ist. Doch das sind vage Lichtblicke innerhalb viel zu hell animierter Urzeitviecher.
Denn diese bilden ein deutliches Manko. Die Raptoren sind allenfalls zweckdienlich, jedoch sehr oberflächlich in Szene gesetzt, Liebe zum Detail ist da nicht zu erkennen, während die CGI in Sachen Gewalt nur schludrig anmutet. Zwar langen die Raptoren stets ordentlich zu, doch diverse Kopfbisse wirken beinahe willkürlich, - Hauptsache, ein wenig Computerblut spritzt aufs Objektiv.
Trash ist ja ganz schön, doch man kann es auch untertreiben.
Dazu passt natürlich, dass der Serienkiller zwischenzeitlich sehr zugänglich agiert, der Obermacker des Militärs als einziger eine tödliche Waffe mit sich trägt, während namenlose Soldaten blindlings ballern und entsprechend verspeist werden. Allerdings vermag der Serienkiller einen Velociraptor mit einer schlichten Pistole zu töten, - deshalb ist er ja ein Serienkiller.
Das flotte Erzähltempo und der stets antreibende Score können nicht kaschieren, wie lieblos der ganze Dino-Zirkus abgewickelt wurde. Spannung auf Sparflamme, bis auf Wise und Gage unterirdisch performende Mimen und mehr schlecht als recht in Szene gesetzte Kreidezeit-Monster. Ein leidlich unterhaltsames Vehikel, welches man auslassen kann, sofern man nicht totaler Knastliebhaber ist.
3,5 von 10