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Im örtlichen Country Club samt angegliedertem Golfplatz geht Seltsames vor sich: Angeblich treibt dort nämlich der sagenumwobene "Greenskeeper" sein Unwesen... ein ehemaliger Platzwart, der bei einem Unfall grausam entstellt wurde und seitdem einen Hass auf alle Golfer schiebt. Als dann plötzlich der erste Tote auftaucht, dem man mit einem Golfschläger den Schädel eingeschlagen hat, ist klar, dass an der Legende doch mehr dran sein könnte, als man bislang vermutet hat. Das hält den kleinen Angestellten Allen jedoch nicht davon ab, seine zugedröhnten, sexgeilen, versnobten "Freunde" eines Nachts auf das Gelände zu lassen, damit diese dort ordentlich Party machen können. Dummerweise kriegt auch der "Greenskeeper" Wind von der Sache und so färbt sich das Grün schon bald blutrot... Dem Regie-Dreiergespann (!) dieses Direct-to-DVD-Streifens schwebte sicherlich so etwas wie die Slasherfilm-Variante von "Caddyshack - Wahnsinn ohne Handicap" vor Augen, das Ergebnis ist allerdings noch nicht einmal die beste Horror-Komödie, die auf einem Golfplatz spielt, denn was das angeht, bleibt der 1989er-TROMA-Release "Ratom - Klingen aus Stahl" ungeschlagen. Augenscheinliche handwerkliche Mängel sollen da mit blutigen Morden und einem übertrieben humorigen Anstrich wettgemacht werden, der einem sachte verklickert, dass die Chose sich selbst nicht gänzlich ernst nimmt (und ergo auch nicht so zu nehmen ist)... nun ja, dass keine völlige Deppen-Parodie à la "Scream Bloody Murder" dabei herausgekommen ist, ist da aber fast schon das einzig Positive, was sich über dieses Machwerk sagen lässt, auch wenn dazu beileibe nicht viel gefehlt hätte! Okay, hin und wieder gibt es da ein paar ironische Brechungen in der Geschichte und mit den uralten Schlitzerfilm-Klischees wird auch munter herumgespielt (beispielsweise zucken da bei jedem Auftritt des "Greenskeepers" die Blitze, obwohl es gar nicht gewittert!), aber besonders hintersinnig erscheint einem die Chose deswegen nicht gerade. Dass der Streifen zudem an einer Stelle versucht, sich von innen heraus ganz "Scream - Schrei!"-like selbst zu demontieren, macht ihn auch nicht gerade sympathischer. Wirklich originelle Einfälle abseits einiger bizarrer Todesarten sucht man hier übrigens vergeblich, es sei denn, man wertet den schlichten Umstand, dass das Blutvergießen diesmal zwischen Grün und Bunker angesiedelt wurde, bereits als innovative Neuerung. Aufgrund seines billigen Ambientes und der mickrigen Production-Values stinkt "The Greenskeeper" dann auch geradezu nach schnell verramschbarem Videotheken-Müll, der da permanent die Beschränktheit seiner Macher offenlegt, die es nicht mal geschafft haben, den den Murks irgendwie sinnvoll zusammenzuschneiden, denn zwischendurch wechseln sich da Tag und Nacht für ein paar unpassend gesetzte Inserts schon mal munter ab. Fazit: Als Comedy verhauen und als Sports-themed Slasher ähnlich beschissen wie "The Catcher - Drei Strikes bis zum Tod".

2/10

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