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Rap und historische Abenteuer in Asien passen einfach nicht zusammen und doch drückt Rapper RZA, alias Robert Diggs der Fortsetzung erneut seinen musikalischen Stempel auf. Regie führte allerdings der Niederländer Roel Reiné, der bereits einige gelungene B-Actioner ablieferte und prompt ist dieser Streifen deutlich unterhaltsamer als das Original ausgefallen.

In einer kleinen Minenstadt werden die Einwohner vom skrupellosen Meister Ho (Carl Ng) und dem Beetle-Clan unterdrückt, unwillige Minenarbeiter mal eben um die Ecke gebracht. Kung (Dustin Nguyen), welcher ebenfalls in der Mine arbeitet, nimmt mit seiner Familie den gestrandeten und verletzten Schmid Thaddeus (RZA) auf. Gemeinsam zetteln sie den Aufstand der Unterdrückten an...

Den Vorgänger muss man nicht gesichtet haben, um der simplen Handlung folgen zu können, denn diese ist deutlich an die Asia-Klopper der Siebziger angelehnt: Gut gegen Böse mit minimalen Wendungen, wobei RZA nicht ansatzweise so sehr im Vordergrund steht wie beim Vorgänger, was dem Streifen in jeder Hinsicht gut tut. Rap mit Gesangseinlagen sollte sich allerdings auch ein Regisseur wie Reiné nicht aufschwatzen lassen, denn das zerstört besonders zu Beginn die Atmosphäre.

Ansonsten kommen ein paar ansehnliche Landschaften Thailands zur Geltung und auch der Schauplatz der Mine ist gut gewählt. An der Ausstattung ist nichts zu bemäkeln, die Action kann sich definitiv sehen lassen. Da der Rapper phasenweise gänzlich untertaucht und die titelgebenden Eisenpranken bis zum letzten Drittel im Verborgenen bleiben, machen die knackig in Szene gesetzten Kämpfe mit ordentlich Drive und solider Choreographie Laune. Hinzu gesellt sich ein brauchbarer Splattergehalt, denn es werden einige Köpfe abgetrennt, es gibt recht blutige Schwerthiebe, jemand explodiert und ein Kehlenschnitt ist zu verzeichnen. Glücklicherweise kommen die Effekte, auch mal genüsslich in Slowmo präsentiert, mit sehr wenig CGI aus. Eine FSK16 ist diesbezüglich jedoch etwas fragwürdig.

Leider fällt die Chose darstellerisch deutlich unter Mittelmaß. Nguyen performt zwar ganz gut und hat in Sachen Akrobatik einiges zu bieten und Urgestein Cary Tagawa sticht ebenfalls positiv hervor, doch RZA hat neben zwei eisernen Fäusten eben auch eine eiserne Mimik. Gleichermaßen schwach ist Ng in der Rolle des Bösewichts, während von den durchweg zugeknöpften Damen rein gar nichts hängen bleibt.

Dennoch unterhält der Streifen recht solide, da er mit einem flotten Erzähltempo aufwartet, ansehnliche Action in Form von teils blutigen Martial Arts und Schwertkämpfen liefert und für Freunde typischer Hongkong Eastern kurzweilige Kost auftischt, die teuerer aussieht als sie ist.
Ohne RZA wäre er zwar besser, doch der hat seit der Grundidee nun mal seine eisernen Finger im Spiel...
6,5 von 10

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