Review

Mal wieder ist es so ein Haus, nicht das letzte links, aber eines am Ende eines Friedhofswegs, nur ohne Friedhof. Also eigentlich soll der Streifen auf zwei Genreklassiker hinweisen, doch abgesehen vom prägnanten Titel fällt Autor und Regisseur Andrew Jones („Nesting 2 – Amityville Asylum“) nicht viel ein, um den geneigten Betrachter bei Laune zu halten.

Drehbuchautor John (Lee Bane) zieht es von England in den Westen von Wales, um in einem abgelegenen Ferienhaus seine Schreibblockade zu lösen. Die Vermieterin verschwieg ihm jedoch die Anwesenheit von Agnes, einer blinden Seniorin, die im Dachstuhl wohnen soll und die niemals das Haus verlässt. Gemeinsam mit der Nachbarin Cassie (Georgina Blackledge) versucht er das Geheimnis des Hauses zu ergründen…

Positiv ist zu erwähnen, dass die Hauptfigur ein angenehm durchschnittlicher Typ ist und nicht etwa ein Katalogmodel von der Stange. Der Kerl mit Bart und Geheimratsecken läuft meistens schluffig herum, ist um Umgang mit Damen merklich ungeübt und verhält sich in prekären Situationen durchaus nachvollziehbar. Ein minimaler Sympathiebonus.

Doch alles andere ermüdet rasch, denn bis überhaupt etwas Paranormales auszumachen ist, dominieren Gespräche mit Cassie und das langsame Erkunden von Räumlichkeiten und Umgebung. Erst als nachts ein Plattenspieler dudelt und kleine Inserts im Zuge einiger Alpträume zu vernehmen sind, kommt es zu Momenten außerhalb des Dramas, jedoch kaum zu mitreißenden Situationen. Dafür bleiben die Effekte zu zaghaft und altbacken, denn eine plötzlich zufallende Tür war allenfalls vor 60 Jahren mal gruselig.

Das Geheimnis des Hauses ist relativ rasch ergründet, der Twist ist erahnbar und gegen Ende ist kaum eine dramaturgische Steigerung auszumachen. Lediglich der minimalistische, passagenweise an Carpenter angelehnte Score schürt ein wenig Atmosphäre und einige ausgefallene Perspektiven wissen zu gefallen, wogegen die Performances allenfalls brauchbarer Durchschnitt sind.

Im Endeffekt schürt das Geschehen weder Spannung, noch sind sonderliche Gewaltdarstellungen enthalten, Schockmomente finden sich gar nicht und zum Gruseln bedarf es überdies etwas mehr als eine Puppe mit kaputtem Auge.
Dialoge okay, Handwerk okay, doch das rettet den Streifen nicht vor totaler Belanglosigkeit.
3 von 10

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