Review

Bevor es ab in den gruseligen Oktober und Richtung Halloween geht zuerst noch ein Horrorfilm ganz anderer Art und ein kurzer Abstecher in die siffige Ramschkiste des deutschen 70er-Jahre-Sexfilms mit dem damals wohl schon subparen dritten "Hausfrauen-Report", der sich wie viele der mittlerweile völlig aus der Zeit gefallenen, durch den immensen (und im Nachhinein unerklärlichen) Kino-Erfolg des ersten "Schulmädchen-Report" ausgelösten Vertreter seiner Gattung ein dünnes, investigatives Deckmäntelchen umwirft, um zu vertuschen, dass es hier im Grunde doch um nichts anderes als als 'ne pure Möpse-Schau und steif performte (höhö!) Rammeleien geht. Der Streifen ist glatt in doppelter Hinsicht grauenhaft, liefert er doch neben den weitestgehend sinn- und handlungsbefreiten, knappen Vignetten (es geht halt um in jeder Beziehung unbefriedigte Eheweiber und so) auch permanent "witzig" gemeinte Comedy, wobei der typisch deutsche Deppen-Humor eh ein Thema für sich ist und sich hier vornehmlich in einer teils echt horriblen Dialekt-Synchro (Hässisch und Säggsisch) ergeht. Die teils geradezu unangenehm anzuschauende, unchoreografierte Matratzen-Akrobatik, bei der die wichtigen Körperteile, auf die es halt ankommt, zumeist nicht kongruent zueinander positioniert sind, ist in etwa so sexy, wie einer toten Kuh beim Verwesen zuzusehen und lässt beim Betrachter wieder mal die Vermutung aufkeimen, dass sämtliche Beteiligten sowohl vor als auch hinter der Kamera in ihrem Leben zuvor noch nie Geschlechtsverkehr gehabt haben, bzw. allem Anschein nach wohl noch nicht einmal so genau wissen, was das überhaupt ist. Man möchte anschließend auf die Knie fallen und dem lieben Gott für Internet-Pornografie danken. Das katastrophale Versagen auf sämtlichen, selbst noch so niederen Unterhaltungs-Ebenen lässt sich unter heutigen Gesichtspunkten betrachtet auch nicht mit einer anderthalb Liter Flasche Nostalgie-Schnaps schönsaufen, man ist eher schockiert, dass das zeitgenössische Publikum damals tatsächlich zu Millionen (!) in die Kinos gepilgert ist, um sich diesen Ferkel-Fuppes reinzuziehen. Gab's denn wirklich keine Alternativen? Der im Rahmen der wie immer amüsanten SchleFaZ-Reihe vom Ehrenmann-Sender Tele5 nochmal auf die TV-Bildschirme gehievte Softsex-Schund hat aber immerhin das Moderatoren-Duo Kalkofe und Rütten dieses Mal zu wahren humorigen Höchstleistungen und extravaganten Alliterations-Orgasmen animiert, was in einer echten Highlight-Episode resultiert hat... ich hoffe auf 'ne etwaige Wiederholung irgendwann...

2/10

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