Review
von Leimbacher-Mario
Nicht der G.O.A.T. - aber auch nicht mies!
„Killer Party“ startet als Horrorsatire, geht über in ein Zombiemusikvideo (!), um dann in einen Uni-Verbindungsparty-Film auszuarten - bei dem natürlich auch ein Killer umhergeht und es außerdem schon früh Anzeichen von leichter Besessenheit gibt. Oder sind alles doch nur Streiche und Finten?
Das klingt wie ein verrückter Goofball von Film - ist es zum Teil definitiv, in anderen Teilen aber auch durchaus langweilig. Da bin ich zwiegespalten, ob das nicht zu viel will und dabei nichts richtig kann. Denn selbst wenn ein paar neue Wege begangen werden und das jetzt nicht der Standardslasher ist - man bleibt einfach nicht lange genug bei Themen, Momenten und Wow-Wendungen, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben und einen abzuholen. Alles ein solides Schmunzeln, nicht ein wirkliches „Geilo!“. Ihr wisst was ich meine. Sogar noch am ehesten lustig in seiner Darstellung des Campus, der dauergeilen Schüler und Initiierungsrituale. Beginn und Ende bleiben allerdings im Gedächtnis und sind richtig stark, strange und ziehen ihr Ding endlich durch. Alles dazwischen, und das ist leider die Hauptflanke des Projekts, ist eher so meeeeh. Obwohl, auch das passt ja zu den Ziegen und horny Böcken... Als hätten „Porkys“, „The Initiation“ und „April Fool's Day“ ein random Baby. Anders. Alles an die Wand geworfen und mal geguckt, was kleben bleibt. Nicht uninteressant oder ununterhaltsam. Aber eben total wirr, konfus, kreuz und quer. Immerhin noch der Bartel und ein paar hübsche Mädels. Einen Bonuspunkt von mir für seinen wilden Mut und Mix. Den man aber locker ebenso als Wahnsinn und Wurst abtun kann.
Fazit: ziemlicher weirder und in einige bizarre Richtungen ausschlagender „Unislasher“ - Okkultes und Campusparties, Schlitzer und Nakedeis, Pranks und Pralles, Dämonen und Doofies. „Killer Party“ veranstaltet eine killer Party mit einigen Subgenres und ist null berechenbar!