Review

Heroin Activity


In „Inner Demons“ fingiert ein TV- bzw. Kamerateam eine angebliche Doku über Drogensucht und Entzug in einer Rehabilitationsklinik - doch das junge Mädchen aka dem „Versuchsobjekt“ könnte vielleicht gar nicht nur heroinsüchtig sein, sondern von etwas noch Teuflischerem besessen... 

Tut mir leid, ich verteile nicht gerne waschechte Verrisse. Aber „Inner Demons“ hat nichts anderes verdient und ist einfach kein guter Film. Nichtmal ein mittelmäßiger. Ein handzahmer, ganz billiger Handheld-Schocker auf prekären Entzugserscheinungen. Geduld - zahlt sich hier nicht aus. Figuren - fehlt jegliche Tiefe und Zeichnung. Spannung - nonexistent. Effekte - billig und einfallslos. Finale - enttäuschend. Dämon - kaum zu sehen und wenn dann absolut schlecht. Audiovisuell - ein kostengünstig produzierter Schnellschuss. Tempo - gerade noch so ok. Darsteller - bemüht bis unbegabt. Jumpscares - zu häufig, auch wenn einer gezogen hat, allerdings völlig unnötig aus dem Nichts kam. Störeffekt im Bild - nervig und ätzend. Themen - solide Ansätze, aus denen rein gar nichts gemacht wird. „Inner Demons“ ist ein Langweiler ohne Payoff. Man kann es nicht anders sagen. Selbst mit gnädiger Stimmung, drei Bier intus und einem Auge zu. 

Fazit: der ewige Kampf gegen die inneren Wünsche, Süchte, Sünden und Dämonen... Lauter, oberflächlicher und sein Potenzial bei weitem nicht ausschöpfender Found Footage-Schmu. Weder eine gelungene Anti-Drogen-Werbung noch ein effektiver Schocker. Von beidem nur minimal etwas, sehr schmal dosiert und schneller vergessen als man Rehab sagen kann. Wenig Abschreckung, noch weniger Grusel. „Inner Demons“ macht ganz sicher nicht süchtig! 

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