Teenager Brodie ist ein Metalhead in der Kleinstadt. Folglich ist er ein Außenseiter und sein Alltag an der Schule geprägt von Folter seitens der Sportler. Das Blatt wendet sich als er Langzottel und Kuttenträger Zakk kennenlernt. In ihm findet er einen Gleichgesinnten. Die Beiden starten eine Heavy-Metal-Band. Als ihnen alte Noten in die Hand fallen, beschwören sie versehentlich eine Dämonenapokalypse herauf…
Ganz harter Stoff, was da aus Neuseeland, dem Geburtsland von BRAINDEAD und BAD TASTE rüber schwappt. Oder doch nicht!? Wissen wir doch spätestens seit UNTIL THE LIGHT TAKES US wie hart und böse die Anhänger satanischer E-Gitarrenmusik sein können, belehrt uns DEATHGASM sogleich eines Besseren. Die moschenden Satansjünger schlagen hier eher in die Kerbe von SPINAL TAP. Brodie ist ein möchtegern-böses Weichei. Ganz schüchtern und mit Black-Metal-Schminke vollgekleistert leckt er Eis bei einem Rendezvous. Seine Bandkollegen sind Volltrottel, die sich beim Headbangen den Schädel anhauen. DEATHGASM ist, wie viele vielleicht schon erraten haben, eine Komödie. Gelacht werden kann und darf dabei viel. Nicht nur wenn Blut spritzt, sondern auch zwischendurch. Aber vor allem, wenn Blut spritzt. Und es spritzt viel Blut. Sehr viel. Köpfe werden zermatscht, Eingeweide herausgerissen, alle erdenklichen Gliedmaßen und Körperteile von ihrem eigentlichen Bestimmungsort entfernt. Als Waffen dienen Äxte, Golfschläger, Kettensägen und, ja, auch Dildos. Die FX sind erste Sahne und der Splatter macht Spaß wie lange nicht mehr. Man fühlt sich tatsächlich an Klassiker wie BRAINDEAD, SHAUN OF THE DEAD und FROM DUSK TILL DAWN erinnert. Aber auch sonst kommt einem die Kombination aus Metal und Horror irgendwie bekannt vor...
So waren es filmische Auswüchse wie HARD ROCK ZOMBIES, BLACK ROSES, ROCK 'N' ROLL NIGHTMARE, ROCTOBER BLOOD, SHOCKING HEAVY METAL, KISS MEETS THE PHANTOM OF THE PARK und wie sie alle heißen... Man könnte es beinahe als Subgenre bezeichnen, was da Mitte bis Ende der 1980er-Jahre produziert wurde. Weit unterhalb dessen, was im Horror so Standard war. Dabei handelt es sich zwar nachweislich um die allerübelste Gülle und den Bodensatz des cineastisch Möglichen. Horrorfilme mit Dauerwellen-Rockern und quietschender E-Gitarren-Mucke. DEATHGASM versteht sich als heimliche Hommage an diese Art von Film, auch wenn gleichzeitig sämtliche Metal-Attitüden heftig aufs Korn genommen werden. Glücklicherweise präsentiert sich Dämonenapokalypse in DEATHGASM qualitativ hochwertiger als in genannten Gurken. Die Trash-Feeling entsteht hier zwar auch, hat aber Methode.
Story/Thrill: (+)(+)(+)(-)(-)
Anspruch: (+)(-)(-)(-)(-)
Splatter/Fun: (+)(+)(+)(+)(+)
Fazit:
Brutal as Metal! Metal as Fuck! Kann man eigentlich nur lieben.