Ein paar Metalheads bekommen uralte Notenblätter in die Finger. Als sie die Noten vertonen, werden aus den Menschen in Hörweite Zombie-Dämonen und eine alte Entität erwacht zu neuem Leben.
Splatter aus Neuseeland hat dank Peter Jackson verdammt große Fußstapfen. Da reicht der für Regie und Drehbuch verantwortliche Jason Lei Howden natürlich nicht heran. Spaß macht sein Metalsplatter aber dennoch, vor allem, da die Effekte handgemacht sind. Old School rules.
Hier wird alles eingesetzt oder zweckentfremdet. Von der obligatorischen Kettensäge, über die Axt bis hin zu diversen Dildos und Liebeskugeln wird alles als Waffe eingesetzt, was in Reichweite ist. Der Einsatz von Kettensägen im Finale ist sicher eine Hommage an das Rasenmäher-Finale in Braindead. Es werden Köpfe abgehackt oder abgerissen, Körper zerteilt, Rückgrate entfernt, Schädel gespalten, edle männliche Teile gehäckselt, Eingeweide verteilt und zermatscht und hektoliterweise Blut gekotzt. Das sieht alles ziemlich cool bis lustig, aber auch deutlich künstlich, was dem blutigen Treiben etwas die Härte nimmt.
Aber nicht nur Masken und Blood 'n' Guts taugen, der superbe Cast trägt dazu auch eine Menge zum Gelingen dieser Komödie bei. Hauptdarsteller
Milo Cawthorne ist hochgradig sympathisch und die großartig spielende Kimberley Crossman ist mehr als nur sein extrem sexy Love-Interest. Auch die Sidekicks sind klasse, sorgen sie vor allem für Humor, der an mancher Stelle sonst zu kurz kommt und auch nicht immer zündet.
Und wenn tatsächlich mal in dem weitgehend temporeichen Film eine Länge droht, fetzt uns Metal um die Ohren. Manche der Songs sind ein wenig anstrengend, andere wie z. B. die Black Hymn sind verdammt geil, ich meine metal!
Handwerklich feiner Old-School Splatter mit Atmosphäre und einer Menge Spaß, trotz hohen Tempos aber auch ab und an ermüdend.
Und hey, verdammt, Rollenspiel macht Spaß! Viel mehr als hier dargestellt. Yeah!