Timo Rose ist ein eher begabt kreativloser Regisseur aus dem deutschen Independentbereich. Er schaffte es Ende der 1990er Jahre noch auf dem Zug von Buttgereit-Ittenbach-Schnaas mit aufzuspringen und wurde so Teil des deutschen Undergrounds. Seine "Mutation" - Filme waren schon zu VHS Zeiten bei Genrefans bekannt, aber auch schon eher blutleer und dünn. Aber das ist lange her und zwischenzeitlich hat er es sogar geschafft mit Andreas Schnaas ein paar weitere Schrottfilme zu machen und ihn, dem "Violent Shit" - Kult-Macher, entgültig aus der Branche heraus zu drängen. Denn diese Zusammenarbeit war belanglos und auch sehr schlecht.
Was soll ich nun von jemanden erwarten, der mir mit seiner Filmographie nicht zugesagt hat? Geb ich ihm eine erneute Chance um sich mir zu beweisen? Ja, ich bin da nicht so. Leider wieder mal zu meinem Nachteil, wie sich heraus stellte.
Basierend auf echten Ereignissen macht sich Rose daran einen klischeegefüllten Report aus seinem Sichtwinkel abzuliefern, der mit den schlimmsten Proll-Laien-.Darstellern des Landes (siehe Berlin Tag und Nacht) und einer dummen Handlung aufwartet, die eher Fragen aufwirft und uninteressant bleibt. Es gibt kurze Clips, die mit vulgären und aggressiven Momenten trumpfen, aber zumeist lächerlich wirken und wenig gönnerhaft sind. Auf Kurzweil geschnitten, mit guter Musik unterlegt und optisch gar nicht mal schlecht produziert, wird man zusehens der Belanglosigkeit schnell gelangweilt. Der Film hat immer noch ein wenig das hölzerne Niveau einer typisch deutschen No Budget Produktion, was charmant sein kann, hier aber leider nicht ist. Selbst der Härtegrad ist mau und dient nur den unfreiwillig komischen Momenten.
Für Fans von Rose Pflicht - für alle Anderen nicht (die werden mit diesem Meilenstein nur ordentlich gefickt)!