Review

Mit seinem Regiedebüt Mad Max (1979) und der noch besseren Fortsetzung Mad Max 2 - Der Vollstrecker (1981) gelangen George Miller gleich zu Beginn seiner Karriere zwei Welterfolge, die nebenbei Hauptdarsteller Mel Gibson zum Durchbruch verhalfen. Nach dem dritten, allgemein eher unbeliebten Abenteuer Mad Max jenseits der Donnerkuppel (1985) war allerdings erstmal Schluss mit dem Franchise.

In den 30 Jahren danach versuchte sich George Miller in höchst unterschiedlichen Genres, inszenierte aber nur noch fünf Spielfilme selbst (Die Hexen von Eastwick, Lorenzos Öl, Schweinchen Babe in der großen Stadt, Happy Feet 1 & 2).

2015 ist Mad Max zurück. Und wie!

Nachdem das Projekt aus verschiedenen Gründen über Jahrzehnte immer wieder auf Eis lag, fand Miller im Briten Tom Hardy schließlich den passenden Nachfolger für Mel Gibson. Ihm zur Seite stellte man Charlize Theron, die der heimliche Star des Films ist.

In einer postapokalyptischen Wüstenlandschaft wird der Einzelgänger Max (Hardy) zum Gefangenen des maskierten Herrschers Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne, Darsteller des Toecutter in Teil 1). Max kann entkommen und findet in der ebenfalls flüchtigen Furiosa (Theron) eine unerwartete Verbündete. In ihrem Truck befindet sich das wertvollste Gut des Tyrannen Immortan Joe, das dieser unbedingt zurückhaben möchte. Folglich lässt er seine Hunde des Krieges von der Leine ...

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich während des ersten Akts (Flucht) leichte Bedenken, ob dieser Film in die für mich richtige Richtung gehen würde. Aber bereits im zweiten Akt (ich nenne den mal Germany's Next Top Models) wurde es deutlich besser, weil hier die Charaktere vertrauter und deren Intentionen bekannt wurden. Was dann folgte, war das Beste, was es im Actionkino seit sehr, sehr langer Zeit zu sehen gab ...

Fazit
Fury Road ist eine anachronistische Ode an die originäre Kinematographie. Ein Film aus Metall, Feuer und Benzin, der mehr Auto-Action auf die Leinwand zaubert, als alle drei Vorgänger zusammen. In Zeiten, in denen Actionfilme außer CGI-Superhelden und Greenscreen-Getöse nahezu nichts mehr zu bieten haben, ist das eine wahre Wohltat.

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