Review

Mad Max bietet einiges aber lässt auch noch ein paar Wünsche offen.

Als Actionfilm funktioniert Mad Max tadellos. Keine lange Einführung,es geht direkt los. Der Zuschauer bekommt erstmal eine,ich schätze 20-30 minütige, Verfolgungssequenz gezeigt.
Diese ist auch, wie alle weiteren, sehr spannend inszeniert, die Action ist und wirkt physisch. Da knallt Metall gegen Metall und eine Explosion folgt der nächsten. Ausstattung, Location und Kostüme sind perfekt abgestimmt.
Zum Glück wirkt alles noch authentisch genug, ich befürchtete eine Pseudo-Stilistik, im schlechtesten Falle ein zu lang geratener MTV-Clip. Hier kann man aber Entwarnung geben. Mad Max als Person wirkt nicht cool und will es auch nicht. Selbst die eigentliche Hauptperson Furiosa bleibt menschlich in Ihrer Physis.
Das Ihr ein Arm fehlt, ist m.M.n, ein unnötiges "Accessoires". Klar spiegelt es die harte Welt wieder in der sie lebt, aber das ist dem Zuschauer auch durch andere Darstellungen klar genug und es trägt dem Film und der Figur nichts weiter bei.
Man könnte behaupten, wenn jemand noch nie was von Mad Max gehört hat,dass er denkt, dass es sich bei Max um Charlize Theron handelt.
Sie hat bald mehr Screentime als Tom Hardy und ihr Charakter fällt mehr durch Ihre Präsenz auf, als Max.
Von Max erfährt man rein gar nichts, außer die Rückblenden, die nur immer das gleiche zeigen. Im Prinzip ist es Furiosas Kampf, welchen Max begleiten darf. Dennoch schafft es Tom Hardy, die Figur stark herauszustellen, obwohl das Drehbuch wohl nur minimalistische Züge seines Charakters erlaubt.
Das die Handlung wirklich in 2,3 Sätzen erzählt ist, ist aber kein Problem, da der komplette Rest entschädigt. Die 2 Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug.
Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, aber Mad Max verlässt mich mit dem gleichen Gefühl wie Gravity. Dort übertrumpft die Action und Visualität auch den schwachen dramaturgischen Rest. Auch die 3 D Effekte sind bei Mad Max willkommen.
Ich hoffe, dass ein Nachfolger versucht nicht alles bigger und überspitzter darzustellen, sondern sich mehr auf Max konzentriert und die Location nicht nur in der Wüste spielen lässt.
Die verlassenen Städte haben auch Ihren Reiz.
Ansonsten der beste Actioner seit Gravity ;)
8 von 10 Punkten

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