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Das ist ein wirklich sehenswerter Roadmovie der etwas anderen Art. Hier halt nicht auf Asphalt und Beton, sondern auf Sandwegen und steinigen Trails. Badlands, Wüsten und Sumpfgebiete sind die perfekt ins Bild gesetzte Kulisse für die Handlung.

Dieses Werk ist eine erschreckend real dargestellte Vision für die Zeit nach der von uns Menschen verursachten Apokalypse, wenn die genetisch verankerte Selbstvernichtung der Menschheit schon beinahe erreicht ist.

Das nach dem Untergang der Zivilisation verbliebene Häuflein von Menschen lebt in einer vollendeten Anarchie. Das Recht des Stärkeren und Grausameren regiert in einem lebensfeindlichen Umfeld. Ein Horde von größenwahnsinnigen Verbrechern dominiert und terrorisiert das darbende und leidende Völkchen, und beansprucht den einigermaßen akzeptablen Wohnraum und die vorhandene Nahrung nahezu ausschließlich für sich.

In dem durch ständigen Kampf ums Überleben geprägten Szenario kommt eine Gruppe zusammen, mit dem Ziel zu fliehen, egal wohin. Die Flüchtenden werden von einer horrible gestylten, wütenden und hysterischen Menge von Irren mit brachial gestalteten Fahrzeugen aller Art verfolgt.

Daraus entspinnt sich eine rasante und aktionsgeladene Jagd durch die postapokalyptische Welt. Es folgen permanent Angriffsattacken und deren Abwehr, eine nervenzerfetzende Szene folgt auf die andere. Atemberaubende Stunts verursachen sicher selbst bei eingefleischten Actionfans feuchte Hände. Mit nur wenigen ruhigeren Phasen zieht sich das durch den ganzen Film, bis zu einer verblüffenden Wendung im Geschehen und zum überraschenden Endszenario.

Perfekt in die Dynamik dieses Films eingebettet agieren ALLE Darsteller außergewöhnlich gut. Viele Großaufnahmen und die wenigen und sehr sparsamen Dialoge ermöglichen den Akteuren, ihr ganzes Können in Mimik und Ausstrahlung zu legen.

Tom Hardy und Charlize Theron als die Protagonisten dieser wilden Jagd führen die Handlung durchgängig mit schauspielerischer Brillianz. Das Charisma dieser beiden und der sich stetig wandelnde Ausdruck in Gesicht und Körper dieser beiden dominieren. Die nervöse Fahrigkeit in schwierigen Situationen, Schreck und Panik wenn es schiefgeht, und die Erleichterung wenn es grad nochmal gut gegangen ist. Perfekt dargestellt. Das selbe gilt in ähnlicher Form auch für die anderen Darsteller. die ihre schwierigen und sicher anstrengenden Rollen optimal spielen.

Natürlich sind bei einem solch außergewöhnlichen Film auch Regie und Kameraführung erstklassig, Kompliment an das gesamte Team. Das gesamte Werk ist rund und kompakt. Und das alles in einem Film, dessen Genre meist andere Schwerpunkte hat.

Mel Gibson hat in früheren MAD MAX Streifen schon Zeichen gesetzt, „Fury Road“ topt das alles. Ich freue mich auf das nächste cineastische Kapitel mit MAD MAX!

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