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Fast Food muss auch mal im Creature-Horror sein 

Nennt es Besonderheiten-Bonus, Filmfest-Extra oder Deutschland-Plus - aber mir gefällt "Stung"! Eine deutsche Produktion, wie man sie eigentlich schon verloren geglaubt hat & die es viel öfters geben sollte! Also gönne & erhoffe ich dem Film seinen kleinen Erfolg, damit er keine einzigartige Besonderheit bleibt. Anstatt in die 127. seichte Pro7-RomCom zu investieren, sollte es doch zumindest ab & zu so etwas geben!

Ein Plot, der auf eine Serviette passt, ein Film, der perfekt ins Nachtprogramm passt & der kurzweilig as hell ist. Ein altes Landhaus, nette Allerwelts-Charakter & mutierte Riesen-Insekten - B-Movie-Herz, was willst du mehr! Ich würde ihn definitiv zu den besseren Creature-Fearures der letzten 10 Jahre zählen. Klar erfindet er das Genre nicht neu, überrascht wenig, ist aber trotzdem mehr als solide. Würde ich im Fernsehen zu ihm zappen, auch betrunken, nachts, nach der Disko, würde ich sicher dran bleiben & Spaß haben. Es muss gerade dann ja nicht wirklich mit Anspruch & tieferem Sinn sein.

Dann garniert man den trashigen Spaß noch mit ein paar Bier, guter Stimmung, einem tollen Auftritt von Lance Hendrikson & heutzutage raren echten Effekten bzw. Puppen, und fertig ist ein Partygranate. Zwar eine nach Formel, aber nach akzeptabler Formel. Und spätestens wenn das erste Gesicht aufsplattert oder Herr Collins Jr. mit einer gehirnsteuernden Wespe in der Schulter eine Show abzieht, verzeiht man einigen bekannten Elementen. Auch das Ende war richtig typisch B-Movie & zieht nochmal ein Ass aus dem Ärmel. Den direkten FFF-Vergleich mit dem thematisch ähnlichen "Bite" verliert er nur ganz knapp.

Fazit: kurzweilig, spaßig & so gar nicht deutsch - B-Movie-Spass, den man meist schlechter sieht!

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