Review

Achtung:
Dies´ ist weniger eine Kritik - vielmehr handelt es sich um eine Warnung!!!

Bei "Wrecking Crew" handelt es sich um einen Teil der "Ghetto"-Triologie des berüchtigten Trash-Directors Albert ("Cyborg", "Ticker"...) Pyun, welcher hiermit am absoluten Tiefpunkt angekommen ist - die anderen zwei "Filme" ("Urban Menace" und "Corrupt") sind übrigens ähnlich unterirdisch ...

Die "Story" ist absoluter Murks: Es gibt zwei rivalisierende Gangs in der Stadt, welche sich nach langen Kämpfen (es wird davon erzählt - zu sehen bekommt der Zuschauer nichts!) zu einem Waffenstillstand in einem alten Stahlwerk treffen wollen, doch eine Art Todesschwadron der Regierung (die sogenannte "Wrecking Crew") stößt zu dem Treffen dazu und will gleich alle bei dieser Gelegenheit ausschalten...

Der gesamte Film spielt ausschließlich in dem einen Stahlwerk, die letzten Mitglieder der Gangs schließen sich zusammen und bekämpfen die Wrecking Crew, es wird gelaufen, geschossen, gestorben und gelabert - und das alles im Rahmen einer absolut spannungsfreien und uninteresanten Inszenierung ohne Budget (...gedreht wurde in Osteuropa, der Film spielt aber in den USA...). Ein Film, der nur aus Schußwechseln besteht, kann tatsächlich auf Trash-Niveau funktionieren (vergl."Mean Guns"), doch hier hat Pyun in allen Belangen versagt und bietet nur Langeweile auf unterster Ebene!

Ice-T spielt den Anführer der Wrecking Crew (welche alle in schwarz gekleidet cool wirken sollen, aber nur lachhaft daherkommen) und der auf dem Cover hervorgehobene Snoop Dogg spielt eigentlich gar nicht mit (!!!):
Er taucht nur kurz in der Einleitung auf, doch das Bildmaterial stammt aus einer TV-Dokumentation über Rap-Musik (!!!) - Albert Pyun hat das Material jedoch kurzerhand in den Streifen einmontiert und ihn per Kommentar aus dem Off als Gangleader eingeführt (...im weiteren Filmverlauf wird jedoch nicht weiter auf seine Person eingegangen...) = Etikettenschwindel pur (das gibt Pyun auch im Audiokommentar der UK-DVD offen zu)!!!

Der Hammer (ja, es geht noch schlimmer) wird jedoch erst im Audiokommentar offenbart:
Alle drei (o.g.) Filme sollten eigentlich nur Kurzepisoden eines 90-Minütigen Streifens werden, doch die Produzenten dachten sich: "Hey, warum nur einen Film machen, wenn man doch 3 haben kann?" ... daher hat man einfach alle drei Episoden auf je 70 Minuten ausgedehnt und eigenständig veröffentlicht!!!
Die Folge: Die ohnehin mehr als dürfige Handlung wird unerträglich ausgedehnt, Pyun fügte improvisierte Szenen der Akteure als Füllmaterial ein und streckte die Zeit zusätzlich mit eigentlich unbrauchbaren Aufnahmen des Drehs ... das alles erklärt Pyun munter auf dem UK-Audiokommentar und lobt sein Team ständig, wie sie es trotz der Mittel und Umstände derart hinbekommen haben...

Fazit: Ein absolut mieser Film, den man im Epidodenformat hätte belassen sollen. Es geht jedoch noch schlechter, denn "Corrupt" (siehe oben) unterbietet selbst dieses Machwerk noch ... maximal "1 von 10" !

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