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Wrecking Crew ist das Finale Furiose von Pyuns Black gangs Trilogie, die unter wirklich abenteuerlichen Bedingungen (der erfrischend ehrliche Audiokommentar ist da eine wahre Fundgrube, auch zu dem Punkt warum Snoop Dogg topgebillt wurde, ohne auch nur eine einzige Sekunde durch Anwesenheit zum Film beitrug, einfach köstlich der O-Ton) back to back in kürzester Zeit in einem verlassenen Fabrikgelände im Ostblock (wo sollte man auch sonst Filme über Gangunwesen von Farbigen drehen) runtergekurbelt wurde.
Die Abwrackcrew ist dabei nur mit viel Wohlwollen überhaupt als Film zu bezeichnen, was man sehr gut an den epischen Vor- und Abspännen erkennen kann, die zusammengenommen beinahe eine Viertelstunde ausmachen, was von dem lt. Coverangaben 76 Minuten Laufzeit, nur etwa eine Stunde an Handlung übrigläßt. Erschwerend ist zudem das hier noch keine deutsche Synchro gibt, die UK DVD kommt dazu noch ohne jede Subtitles daher und bei Genuschele, was einige der Beteiligten von sich geben fällt das Verständnis manchmal echt schwer, selbst wenn man über Englischkenntnisse verfügt. Ehrensache das in einem "Ghettofilm" jedes fünfte Wort entweder fuck, shit oder piss lautet.
Von so etwas wie einer zusammenhängenden Geschichte ist auch nicht viel zu sehen. Besagte Wrecking Crew ist eine Spezialeinehit der Polizei, die dem Gangunwesen ein Ende setzen soll und dies auf unerwartet brutale Weise auch durchexerziert, indem kurzerhand jedes Gangmitglied per Knarre perforiert wird (nix mit Rechte vorlesen). Im Film sieht das dann so aus, das innerhalb der einen Location vier verschiedene Parteien rumrennen und sich gegenseitig die Lichter auspusten. Allerdings sind die Schußwechsel dabei ziemlich stümperhaft, irgendwer schießt, Blende, irgendwer fällt um, besser wirds nicht, der Schwerpunkt schien Pyun eher darauf zu liegen die Knarren immer schön cool schräg zu halten und ein verkniffenes Gesicht dabei zu machen. Dazu kommt noch permanente Rap-Untermalung die mit der Zeit auch ein wenig nervig ist. Inhaltlich ist damit schon alles erzählt.
Gar nicht mal so übel sind dabei die Darsteller. Ice-T rennt grimmig durchs Gebäude und killt alles was seinen Weg kreuzt, aber auch die größtenteils unbekannten Gangtypen sind gar nicht mal so schlecht drauf. Dies erledigt dafür die CGI, die zum Himmel schreit, allerdings auch nur sehr kurz eingesetzt wird. Wrecking Crew taugt insgesamt nicht viel, aber wenn seine Zwillingsfilme Corrupt und Urban Menace auch so sind (ist leider zu befürchten, da gleichzeitig produziert) kann man Pyuns Ghetto Trilogie getrost den Hasen geben.
3/10

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