Review

Da die Fans mit " Freddy´s Finale " noch nicht zufrieden waren und man mit Freddy immer viel Geld verdiente, drehte man noch einen allerletzten Teil. Hier übernahm Wes Craven wieder das Ruder, doch an seinen genialen Erstling kommt er lange nicht heran. Craven schrieb auch das nette Drehbuch und produzierte " Freddy´s New Nightmare " zusammen mit Robert Shaye.
Story:
Heather Langenkamp ( spielt sich selbst ) soll zum letzten Mal für Wes Craven die Nancy spielen. Dieser arbeitet gerade an einem Drehbuch, welches ein Eigenleben entwickelt. Freddy Krueger ( Robert Englund ) ist nun von der Filmwelt in die Realität gekommen und holt sich sogleich mit Heather´s Mann sein erstes Opfer. Auch Heather´s Sohn Dillon ( Miko Hughes ) wird bald von dem Kinermörder terrorisiert. Doch keiner will Heather glauben, daher nimmt sie wie damals Nancy, die Sache einfach selbst in die Hand.

Man muss Wes Craven lassen, dass die Idee Freddy in die reale Welt kommen zu lassen recht originell ist. Und auch so viel wie möglich von der Prominenz aus Teil eins zu bekommen kann punkten. Jedoch ist der Film mit seinen 108 Minuten einfach zu lang. Es gibt recht viele unnötige Dialoge und etwas zu viel Leerlauf, richtig langweilig wird der Film aber nie.
Wenn dann mal etwas passiert, dann auch richtig. Freddy erzeugt zwar keinen sehr hohen Bodycount, mordet sich aber trotzdem recht blutig durch die Reihen. Wobei die Todesarten leider nicht so abwechslungsreich wie in den Vorgängern sind, denn hier kommt nur die Messerhand zum Einsatz. Doch immerhin darf man trotz FSK 16 Freigabe einiges an Blut sehen.
Auch die Traumsequenzen sind gruselig geworden und recht zahlreich vorhanden, das Ganze gipfelt in einem sehr actionreichen Showdown. Hier kommt das Feeling der alten Freddyfilme auf und der Kampf zwischen Gut und Böse, also zwischen Nancy und Freddy ist recht nett anzusehen und amüsiert mit einigen Härten, vor allem die Szene mit der Zunge weiss zu gefallen. Trotzdem hätte Craven mehr solche Gimmicks einbauen sollen.
Die Kulisse wird größtenteils sehr düster gehalten und der Großteil des Films spielt bei Nacht. Das Finale findet in Freddy´s Höllenkeller statt, welcher etwas umkonstruiert wurde und hier entgültig dem Erdboden gleichgemacht wird.
Der Score ist wie üblich sehr gut und bietet viele Sounds aus dem Original, welche nur etwas modernisiert wurden.

Heather Langenkamp spielt hier nicht Nancy, sondern sich selbst. Ihre darstellerischen Leistungen kann man als glaubwürdig betiteln, nur ihr Gekreische nervt manchmal.
Robert Englund verkörpert Freddy Krueger und sich selbst. Er hat hier eine recht große Rolle erhalten und überzeugt in beiden Rollen. Seine Freddy Maske hat man hier leicht abgeändert, diese sieht wirklich noch gruseliger als zuvor aus.
Miko Hughes verkörpert den kleinen Dillon, er ist zwar ein guter Jungschauspieler, doch er overactet leicht.
Sonst noch aus dem Original kommt John Saxon, welcher hier auch im realen Leben Nancy sehr nahe steht.
Wes Craven speilt auch sich selbst. Er mag zwar Regie führen können, doch das Schauspielern muss er noch üben.

Fazit:
Nette Story, doch etwas zu lange Umsetzung, denn kleine Längen sind leider vorhanden. Doch auch Schocks, F/X und Spannung kommen nicht zu kurz. Die Rige der Darsteller ist durchweg glaubwürdig und auch Score, Kulisse sind stimmungsvoll. Zieht ungefähr gleich mit Teil fünf. Immer noch gute Horrorunterhaltung, jedoch als Nightmare etwas zu schwach.

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