Eine weitere Fortsetzung muss her, in Teil 6 ("Finale") hat man Freddy aber so richtig um die Ecke gebracht. Was also tun? Ganz einfach: Man erklärt im neuen Film die vorherigen Teile allesamt zu Filmen und lässt die "Nightmare"-Crew einfach sich selbst spielen, wie sie von Freddy auch außerhalb der Film-Sets belästigt werden, dem es ohne seine Filme irgendwie langweilig geworden ist.
Ein perfider Ansatz, der aber durchaus zu einem zünftigen Horrorfilm taugt. So zumindest hier geschehen. Schauspieler und Mitarbeiter der "Nightmare"-Reihe sich selbst spielen zu sehen, überrascht und sorgt für willkommenene Abwechslung. Besonders Robert Englund sticht hier hervor. Klasse auch Cravens (der hier wieder Regie führte) eingestreute Statements zur Notwendigkeit von Horrorgeschichten, um den wahren Horror zu vearbeiten und zu verhindern, dass Gestalten wie Freddy sich in der Realität breit machen. Da steckt viel Wahres drin und Seitenhiebe auf den Umgang der Gesellschaft mit diesem Thema finden sich einige in "Freddy's New Nightmare".
Freddy hat ein etwas anderes Make Up bekommen und wurde fast sämtlicher Spaßmacher-Qualitäten beraubt, so dass er, natürlich auch bedingt durch seinen in diesem Film eher spärlichen Einsatz, wieder düster und gruselig wie in Teil 1 und 2 wirkt. Bis Freddy so richtig zur Geltung kommt, vergeht einige Zeit und der Spannungsbogen weist hier und da kleinere Längen auf. Die Effekte sind auf der höhe der Zeit, aber wesentlich unblutiger ausgefallen, wodurch dieser Teil hierzulande auch eine Jugendfreigabe bekam - übrigens als einziger Film der Reihe.
Fazit: Nette Abwechslung für "Nightmare"-Fans, die an diesem Film genauso viel Spaß haben sollten wie es die Crew offensichtlich hatte.