Zehn Jahre nachdem er mit "Nightmare on Elmstreet" einen Genre Klassiker geschaffen hat, der bis heute nichts an seiner Atmosphäre und Wirkung auf den Zuschauer verloren hat, begab sich Wes Craven wieder in den Regiestuhl, um mit "Freddy´s New Nightmare" den letzten Film der manchmal mehr manchmal weniger guten Filmreihe abzuschließen.
Das es ihm dabei nicht gelingt ein ähnliches Meisterwerk wie mit Teil 1 zu schaffen, liegt zum einen an der Story, zum anderen daran, das sich Craven insbesondere am Ende zu sehr auf Computer Effekte verlässt, die einfach zum Großteil lächerlich wirken, und auch im Jahre 1994 schon wenig überzeugen konnten.
Die Story beginnt zunächst mit einer interessanten Idee. Es wird behauptet, dass alle vorherigen Teile nur Filme waren, und somit gleichzeitig für New Nightmare festgelegt das er in der "Realität" spielt. Heather Langenkamp wohnt mit ihrem Sohn und ihrem Mann in L.A. . Als sie von unheimlichen Anrufen und Alpträumen geplagt wird, die alle mit Freddy Krüger zu tun haben, denkt sie zunächst an den wenig komischen Scherz eines Fans. Erst als ihr auch Freddy Darsteller Robert Englund von Alpträumen erzählt uns sich ihr Sohn immer mehr wie Freddy benimmt dämmert ihr, dass es den Mann mit der Krallenhand wirklich gibt und er versucht in die Realität durchzubrechen.
Die Geschichte lebt dabei weniger von der Story an sich, denn diese ist extrem vorhersehbar und teilweise geradezu langweilig, als viel mehr von der Vermischung aus Film und Realität. So spielen alte Bekannte aus den Filmen sich selber, Robert Englund hat wohl ähnlich viel Screentime ohne Freddy Maske wie mit und auch Wes Craven spielt sich selber. Leider wird aber durch diese Story der Horror und die Spannung der vorherigen Teile praktisch mit einem Schlag vernichtet, da es ja alles nur "Film" war.
Auch wurde die Härte der vorherigen Filme so gut wie komplett weggelassen, und somit beschränken sich die blutigen Szenen auf ein zwei nette Effekte, die aber so wirklich keinen Schocken können. Sehr nervig auch der Darsteller von Heather Langenkamps Sohn, dem man irgendwann einfach wünscht, dass Freddy mal Erfolg hat.
Endgültig vernichtet wird der bis dahin schon nicht gerade positive Eindruck dann durch die Action Szenen. Insbesondere die Highway Szene und der Schluss in Freddys Welt sind tricktechnisch einfach nur lächerlich. Da konnte jeder einzelne Film der Serie davor bedeutend mehr bieten. Spätestens wenn am Ende deutlich zu erkennende Modelbauten in die Luft fliegen, dürfte auch dem letzten Fan der Serie klar sein, dass man der Serie mit diesem Film keinen Gefallen getan hat. Schade, da man insbesondere von Wes Craven doch einiges mehr hätte erwarten können.