Review

Der Meta-Freddy

Mit New Nightmare rehabilitiert sich Freddy Krüger von seinem lustigen Alptraum-Abziehbild der letzten Teile & kommt böser & ernster daher, als je zuvor - und das nicht nur dank eines tollen Meta-Kniffs, der die Idee des ultimativ Bösen, den Schrecken von Freddy Krüger in unsere reale Welt transportiert. Denn in New Nightmare bekommen die echte Heather Langenkamp (Hauptdarstellerin aus Teil 1), der echte Robert Englund (Freddy Krüger himself) & Wes Craven (Erfinder des Franchises) es mit einem dunkleren Freddy Krüger zu tun, der versucht sich in unsere echte Welt zu schummeln!

Wenn man den Film heutzutage schaut, ist er zwar besser gealtert als so mancher seiner Vorgänger, neu erscheint uns die Idee aber nicht mehr. Trotzdem war das für die 90er, die der Film eindeutig in jeder Pore verkörpert, schon ein wirklich gelungener Schritt & perfekte Abschluss der Freddy-Saga - wenn auch komplett aus dem zuvor geschaffenen Stil & Raster fallend & deswegen von Fans entweder geliebt oder gehasst.

Ich persönlich mag die Stiländerung, auch wenn der Film gegen Ende wieder in alte, ausgetrampelte, überdrehte Muster fällt. Insgesamt ist die Stimmung aber spannend, realistisch & originell wie seit langem nicht mehr in der Reihe, wodurch man nur an kreativen Kills sparen musste. Freddys neuer schlangenartiger Style, der ernstere Ton & die immer noch beste Darstellerin aller Nightmare-Filme gefallen hingegen. Cool war auch Robert Englund mal nett & menschlich zu sehen & wie sich Wes Craven selbst zitiert, aufs Korn nimmt & einen (geschönten) Blick hinter die Hollywood-Kulissen gibt.

Fazit: einer der besten Freddy-Ableger, dessen Idee cool ist & Vieles von Scream & Co. vorweg nimmt, jedoch noch lange nicht perfektioniert!

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