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Für die eher jüngeren Filmfreunde muss es dieser Tage ja nicht gleich "Jurassic World" sein, auch wenn der Erstling des Australiers Matt Drummond seine durchaus düsteren Momente vorzuweisen hat. Zumindest fallen die Effekte deutlich besser aus als bei SyFy, The Asylum und Konsorten.

Der dreizehnjährige Lucas befindet sich auf einem Flug zu seinem Vater, als die Maschine in eine mysteriöse Wetterlage gerät. Kurz darauf erwacht der Junge auf einer Insel, auf der es zu seinem Entsetzen Dinosaurier gibt. Als er weniger später der etwa gleichaltrigen Kate begegnet, welche aus den 1950ern kommt und die ansässigen prähistorischen Kreaturen studiert, beginnt ihr gemeinsames Abenteuer...

Regiedebütant Drummond steuerte bereits einige Effekte zu diversen Dinosaurier-Streifen bei, was sich durchaus positiv bemerkbar macht. Auf der Insel lauern einige Bedrohungen in Form zahlreicher Raptoren, es gibt ein possierliches Flugechsenhaustier von Kate, riesige Tausendfüssler sondern ekelige Sekrete ab und Riesenspinnen werden beinahe übersehen.
Manche Kreaturen fallen bisweilen zwar ein wenig zu steril, zu glatt aus und riechen insofern schon stark nach CGI, jedoch sind sämtliche Bewegungsabläufe flüssig und detailliert in Szene gesetzt, wodurch die Effekte insgesamt auf der Habenseite zu verbuchen sind.

Die Geschichte leidet unterdes an der etwas zu simplen Ausarbeitung, obgleich so etwas wie ein Bermuda-Dreieck inklusive Zeitreiseelement eingebunden wurde. Denn wir haben es mit nur zwei Hauptfiguren zu tun, welche zu wenige Identifikationsmöglichkeiten bieten.
Lucas hat in Sachen Geologie zwar viel auf dem Kasten, mit der Situation auf der Insel ist er jedoch maßlos überfordert und taugt als Held gegen Finale nur bedingt. Kates Forscherdrang wird leider nie hinterleuchtet, doch sie sorgt zumindest für den notwendigen Zusammenhalt, wenn es um ihr bekannte Bedrohungen und Möglichkeiten zur Flucht geht.

Darüber hinaus wirkt die Erzählung phasenweise etwas holprig und es tun sich stellenweise massive Kontinuitätsmängel auf, da Randfiguren ohne Kontext kommen und gehen, manch prekäre Situation zu schlagartig überwunden und insgesamt zu wenig Background zu verschiedenen Mysterien geliefert wird.
Zumindest stolpert das Finale nicht über kitschige Lösungsansätze, sondern liefert eine beinahe schon erwachsen daherkommende Pointe, welche final ein wenig versöhnt.

Darstellerisch sind leider deutliche Abstriche zu machen, wogegen sich die Inszenierung bezüglich Kulisse, Kamera und Schnitt, Sounduntermalung und Score in jeder Hinsicht solide präsentiert.
Das flotte Erzähltempo und die passable Action halten einigermaßen bei Laune und letztlich sollte man mit geringen Ansprüchen an das Werk herangehen, was die FSK6 hinsichtlich der Zielgruppe deutlich untermauert.
Harmlos und nur mäßig spannend, als Familienfilm für Abenteuerlustige hingegen einigermaßen brauchbar.
5,5 von 10

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