Wenn ich ehrlich bin:
Ich ging nur in 8 Mile ins Kino, weil nichts anderes derzeitig lief. Meine Erwartungen waren aufgrund der Tatsache, das ich einigermaßen Eminem-Fan bin und jeder amerikanische Kritiker begeistert war, hoch gesteckt.
Allerdings erwartete mich ein äußerst durchschnittlicher Film, den man, wenn man nicht auf Rapp steht, wahrscheinlich sehr schwer anschauen kann.
Wie ich schon sagte, halte ich "Without Me" für einen Top 5 Hit des Jahres 2002; doch so sehr bin ich auch nicht in den amerikanischen Sprechgesang verliebt, um einen Film zu schauen, der vor allem von Rapp "als einzig wahren" spricht.
In Abenteuerfilmen endet es in einem turbulenten Finale, in Actionfilmen bringt Arnold endlich alle bösen Buden um die Strecke, in Liebesfilmen bekommt der gute am Ende das Mädchen, in Dramen nicht.
In welcher Kategorie steht nun 8 Mile ?-
Der finale Showdown endet jedenfalls nicht in einem Bloodsportkampf, dramatisch noch gut. Am Ende "besiegt" Eminem seine "Feinde", in dem er ihnen etwas "vorrappt";
Regisseur Curtis Hanson, den ich an seiner Arbeit an L.A. Confidential sehr schätze, hält dieses Finale sehr Hollywood unblutig/romantisch/heldenhaft, sondern hofft, der Zuschauer geht mit dem befriedigenden Gefühl aus dem Kino, das Em "es geschaft hat"; dies erweist sich allerdings angesichts "wie er es geschaft hat" als blödsinnig.
Jeder, der Rap nicht sehr sehr mag, wird den Film auch als das ansehen: unsinnig, da er sonst nichts anderes aufweist; Hanson hätte ja wenigstens das Ende im Format "er kriegt sie, er kriegt sie nicht" abwickeln können, im Finale, das ich ehrlich gesagt, nicht gut finde, geht es schon wieder nur um Em und seine Musik, was ich an dem Film am meisten nicht mag;
Man wird immer das Gefühl nicht los, das der gesamte Film nur wegen Eminem und seinem Rap geschrieben und inszeniert wurde; eine "normale Handlung", die ein Film jeglicher Art hat, existiert nur für eingefleischte Rap-Fans.
Fazit: Eminems erster Film, sehr unnötig, allerdings gibt es viele schlechtere. 3/10