Jo, checkt das aus:
Hannibal ist in the house.
Grad in „8 Mile“ gewesen,
und schon gibt’s wieder was zu lesen.
Der Film hat durchaus seine Stärken,
doch muss ich bemerken,
dass mir das nicht so wirklich gefällt.
Es ist einfach nicht so ganz meine Welt.
„Das ist Hip-Hop und du ein Tourist“
so Lil’Tic schon zu Beginn gleich disst -
das gilt nicht nur für Eminem,
auch ist es durchaus mein Problem.
Doch warum ist es so?
Ganz klar: Dem Plot, dem fehlt der Flow.
Alles dümpelt vor sich hin,
und der Story fehlt der Sinn.
Wäre „8 Mile“ wenigsten filmisch brillant,
wär ich ja durchaus mal kulant.
Doch weder Actors, noch Bilder,
stimmen mich hier merklich milder.
Klar, die Battles sind durchweg nett anzusehen,
doch was gibt mir Curtis Hanson hier nur zu verstehen?
Eine Woche im Leben von Jimmy Smith,
doch wo bleibt hier der Pfiff?
Unspannend bis uninteressant,
gräbt man die Finger in den Sesselrand.
Wartet auf das Ende von „8 Mile“,
doch selbst da ist das ganze nicht wirklich geil.
Eine Prise Ernsthaftigkeit,
ein bisschen Wehleidigkeit,
mischen sich in einen großen Teig,
bestehend aus Klischees und Einseitigkeit.
Hier ein wenig Rassismus,
aber auch nur weil der halt so rein muss,
das gepaart mit Alkoholmissbrauch,
und weils so schön ist, gibt’s die kleine Lovestory auch.
Alles im Bereich des Banalen,
der Zuschauer wirds schon bezahlen.
Doch der zweite Teil ist schon in Mache,
durchaus eine interessante Sache.
Denn der Lebensweg von Smith,
bekommt am Ende erst den wahren Pfiff,
wenn er seinen Weg allein will gehen -
leider hier nicht mehr im Film zu sehen.
Stattdessen kommt das Ende,
völlig frei von jeder Wende.
Battle an Battle sich reiht,
der Hip-Hop-Fan sich freut,
doch der wahre Cineast,
für den ists mehr eine Last.
Als Konfliktlösung nur Gewalt,
immer feste drauf, bis es endlich knallt.
Nicht die beste Botschaft für einen Rapper,
der sich hier mehrmals hinstellt, als sei er eigentlich ein Netter.
Und schon gar nicht für Curtis Hanson,
der dies hier völlig unreflektiert,
dem Zuschauer als gegeben serviert.
Und so erscheint der Film dank Drehbuch und durchschnittlichem Personal
weitestgehend klischeehaft und eindimensional.
Schade um Marshal Mathers,
vielleicht macht er’s ja beim Nächsten besser!
(50%)