Endlich mal wieder erscheint ein Film mit Bryan Cranston, der lange Zeit nach Breaking Bad auf sich warten ließ. Nun ist er zurück und läuft zur Höchstform auf.
Das Thema des Films beschreibt nichts geringeres, als die wohl schwerste Zeit in der Filmbranche. Cranston spielt dabei großartig und gibt sich authentisch undüberaus Verständnisvoll, sodass wir ein großes Verständnis für ihn entwickeln können. Als Mitglied der kommunistischen Partei gerät Trumbo ins Ziel des Rechtssystems (naja nicht direkt). Obwohl er sich lediglich für die Rechte von Drehbuchautoren einsetzt, sieht der Staat einen Machtkampf in dem Gedankengut und den Mitgleidern der kommunistischen Partei und sie schicken Trumbo ins Gefängnis, da er die Aussage vor Gericht verweigert, in der es darum geht, ob er jemals einer kommunistischen Partei gehörig war und ''Gedankengut'' weitergetragen hat, obwohl er sich dabei vehement auf das gültige Recht der Vereinigten Staaten stützt und nichts weiter als die ''Meinungsfreiheit'' genutzt hat. Bryan Cranston füllt die Figur sehr charmant aus, was vordergründig den atemberaubenden Dialogen zu verdanken ist, die er hier, dank eines guten Drehbuchs, bekommen hat. Besonders der End-Dialog ist ergreifend, tiefsinnig und zutiefst menschlich. Aber auch die Geschichte, die zu faszinieren weiß, ist unglaublich spannend und in der Form wohl nicht verfilmt worden. Ein Drehbuchautor der, zusammen mit seinen ''Anhängern'' auf die berühmte ''Blacklist'' gesetzt wird und 11 Monate einsitzen muss, unter falschem Namen weiter seine Arbeit macht und dabei ein enormes Risiko eingeht. Dabei vergehen so viele Jahre, in denen er unter falschem Namen sein Geld verdienen muss und Live im Fernseher miterleben muss, wie ein anderer für sein Drehbuch einen Preis entgegen nimmt, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Wie die Familie darunter leidet, wie er sellbt als Mensch darunter leidet und wie es seinen Freunden ergeht ist eine herzzerbrechende Geschichte, die wortwörtlich das Leben geschrieben hat. Immerhein basiert der Film auf der wahren Geschichte von ''Dalton Trumbo'' und gewinnt so noch mehr Herz beim Zuschauer. Natürlich werden hier und da Elemente zur Spannung genutzt. Es ist schließlich immernoch ein Film. Und der muss auch verkauft werden. Der Film hält sich mMn an dieser Front aber äußerst zurück und nimmt eher Hollywood und den Rechtsstaat in die Verantwortung. Etwas, was dem Film zugute kommt und umso mehr sympathisch macht!
Der Soundtrack ist passend gewählt und passt sich einer jeweiligen Stimmung in den Szenen gut an. Dazu muss man nicht mehr sagen. Trotzdem möchte ich zum Schluss nochmal Bryan Cranstons Darstellung hoch loben. Ich liebe diesen Typen einfach. Er spielt toll und die Dialoge, die er bekommt, sind aus seinem Mund genau die richtigen. Grandios. Herausstechend ist wie angesprochen auch der End-Dialog. Einfach ganz große Klasse !!! Wer große und grandiose Dialoge so sehr liebt wie ich wird einen heiden Spaß daran haben!!!! (Ich empfand die Dialoge in Steve Jobs mit Micheal Fassbender auch Weltklasse!) Eine wirklich schwere und herzzeireßende Geschichte über einen unglaublichen Mann. Einen unglaublichen Mann, der sich nicht hat unterkriegen lassen. Der schönste Moment im Film, natürlich zum Ende hin, ist der, in dem er sich nach all den Jahren wieder zu erkennen gibt. Nichts wünscht man sich nach der gesamten Laufzeit mehr, nachdem man dabei zugesehen hat, wie er Live oft genug zusehen musste, wie seine Drehbücher Millionen von Menschen überzeugen und er selbst sich seinen Preis nicht abholen darf (kann) !
Nicht umsonst war Bryan Cranston dafür für den Oscar nominiert. Und so toll ich den Film auch finde.......Die Konkurrenz war wirklich stark. Ich gönne DiCaprio seinen Oscar, faszinierend war doch das Werk aus der Hand von Alejando Gonzalez Inarritu. Dennoch ging der meistverdiente Oscar und der meistverdiente Golden Globe dieses Jahr mMn an die unverwechselbare Brie Larson für ''Raum'' (Kritik dazu gibts auch, falls Interesse) !
Ein grandioses und authentisches Stück Film ! 9/10