Das Übliche: Artefakt, Ägypten, Mumie. Letztgenannte ist bekanntlich nicht totzukriegen und Found Footage sowieso nicht, - da vermag eine Hollywood-Größe wie Danny Glover wenig auszurichten, da dieser lediglich in einem kleinen Bildschirmfenster am Schreibtisch sitzend hin und wieder eingeblendet wird.
Geschäftmann Carl (Glover) beauftragt den Archäologen Jack (William McNamara), ihm den sagenumwobenen Codix-Diamanten zu beschaffen, welcher sich in der Grabkammer der Mumie von König Neferu befinden soll. Doch kaum betritt das fünfköpfige Expeditionsteam die Katakomben, nimmt das Schicksal seinen Lauf...
Im Grunde ist die Idee der Found-Footage-Methode nicht verkehrt, denn Jack wird mit einem Sender und einer Kamerabrille ausgestattet und da der Held nicht allzu viel Charisma mitbringt, reicht seine weitgehend ruhige Sicht der Dinge völlig aus.
Was hingegen nicht ausreicht ist die überaus konventionell gestrickte Geschichte, die sämtliche Genreklischees abgrast und nicht einen Moment um Innovationen bemüht ist.
Es gibt den dubiosen Reiseführer, ein potentielles Love Interest, Clinch unter den Experten, Legenden am Lagerfeuer und natürlich die bösen Einheimischen, welche es nicht bei einer harmlosen Passkontrolle belassen. Müßig zu erwähnen, dass irgendwann Gänge verschüttet werden und sogar eine Mumie auftaucht.
Diese sieht in einigen wenigen Einstellungen sogar ein wenig creepy aus und auch die klaustrophobische Atmosphäre in der Enge vermag kurzfristig zu punkten, doch spannende Momente bilden Mangelware, zumal sich im letzten Drittel Übertragungsfehler und Bildstörungen häufen, wodurch die Chose eher anstrengend denn unterhaltsam ausfällt.
Allzu viel Budget dürfte die Angelegenheit nicht verschlungen haben, die karge Ausstattung, der vorhandene, jedoch kaum akzentuierende Score und die mittelmäßigen Mimen unterstreichen das ebenso wie das fade Drehbuch, welches weder Humor einbindet, noch auf kreative Ansätze setzt.
Keine Mumie des Grauens, sondern eher der Langweile.
4 von 10