Der Pakt mit dem Teufel dürfte wohl der älteste Deal der Menschheit sein, welcher die Filmneulinge Justin Mosley und Allen Reed dazu veranlasste, eine Mischung aus Western und Grusel anzuzetteln. Hätte klappen können, wenn die holzschnittartigen Figuren mit ihrem ebenso hölzern dargebrachten Geschwafel nicht so eine einschläfernde Wirkung verbreiten würden.
Im Westernkaff Burning Bush scheint etwas im selbigen zu sein: Der örtliche Pfarrer kehrt völlig dehydriert von einem Ausflug zurück, während Dorfbewohner aus unerfindlichen Gründen sterben oder zu Besessenen mutieren. Die jungen Farmer Sam und Joe, als auch der Barkeeper Mathew wittern, dass der Teufel höchstpersönlich ihren Heimatort heimsucht...
Die Grundidee zieht eigentlich immer, selbst in der klassischen Märchenwelt wird der bösen Instanz oftmals ein Erstgeborenes oder gar die Seele versprochen.
Hier wird der Fiesling durch einen haarigen Halbrocker verkörpert, welcher partiell von einer vermummten Gestalt, einem Handlanger begleitet wird, was schon mal überhaupt keinen Eindruck schindet.
Die wenigen Dorfbewohner hausen derweil in einer spartanisch ausgestatten Kulisse, welche mit ihren maroden Holzbauten noch von einem Western aus den Fünfzigern übrig gewesen sein dürfte, zumal die Bar nicht mehr über vorzeigbare Spirituosen verfügt. Hier treibt ein Geldeintreiber sein Unwesen, der Barkeeper weiß über folgenschwere Ereignisse zu berichten und die ungleichen Farmerbrüder hecheln irgendwelchen Damen hinterher.
Die größtenteils stocksteif performenden Mimen und das endlose Palaver um nichts ersticken jedoch jeden Anflug einer interessanten Handlung im Keim.
Es gibt keinerlei Spezialeffekte und auch die Gewalteinlagen beschränken sich auf einen offenen Bauch und seicht in Szene gesetzte Einschüsse. Die karge Action (es sind etwa anderthalb Szenen) untermauern das choreographische Unvermögen und lediglich der Score tanzt aus der Reihe, da er mit einigen gelungenen orchestralen Parts eventuell zu einem anderen Film gehört.
Entsprechend ziehen sich die 101 Minuten endlos, es mangelt an allen Ecken und Enden an Bewegung und selbst das Finale, sofern dieses überhaupt vom mäandernden Rest abzugrenzen ist, kommt mit einen Zeitsprung in die moderne Gegenwart daher und vermag folgerichtig keine schlüssige Pointe einzubringen.
Fade und spannungslos aufgezogen, karg ausgestattet und voll gestopft mit sinnfreien Phrasen, - ein Pakt mit der gepflegten Langeweile.
2 von 10