Intro:
Endlich mal wieder ein sehr solides und zum Teil sehr professionel gefilmtes B-Actionmovie. Regisseur Bob Misiorowski hat uns ja schon viel Quark verzapft, aber hier klappt es komischerweise, was Death Connection zu seinem besten Regiewerk macht und das mit Abstand. Produziert wird der Film von Nu Image, von wem sonst. Trotz des sehr kleinen Budgets ixt was daraus geworden, obwohl der Film im viel billigeren Polen abgedreht wurde.
Inhalt:
Frank ist ein harter Cop in Chicago. Sein Bruder wird in der Hochzeitsnacht von russischen Gangstern brutal erschossen. Ein paar Gangster kann Frank erledigen, doch der eigentliche Mörder entkommt. Frank will Rache und reist dem Mörder nach Polen nach. Dort trifft er auf den seltsamen Dr: Lem welcher einen schwunghaften Organhandel betreibt und auch mit der Russenmafia zusammenarbeitet. Frank tritt der Russenmafia auf die Füße und bekommt auch Probleme mit der polnischen Polizei, welche zum Teil auch in der Geschichte mit drin hängt.
Allgemein:
Geht doch, trotz niedrigem Budget, trotz Dreh in Polen und sogar trotz Regisseur Misiorowski. Sogar die Story kann sich auf solidem Niveau mitbewegen. Natürlich fehlt es an Wendungen und eigenen Ideen, aber man soll ja nicht zu viel verlangen. Es wird diesmal nicht nur eine Rachestory erzählt, sondern man bindet noch den Organhandel mit ein und damit alles Klischees erfüllt werden, hängt natürlich auch jemand von der Polizei mit drin.
Leider ist die erste halbe Stunde etwas schach geraten und bietet außer dem Eröffnungsshootout kaum Action, aber der Film bessert sich danach schlagartig und die Action nimmt drastisch zu, gott sei dank. Diese kann sich auch gut sehen lassen, es gibt viele zum Teil blutige Shootouts und ein paar richtig gute Keilereien, wo Frank mal zeigen kann, was er an Martial Arts so drauf hat. Vor allem das lange und actionreiche Finale in der Nervenklinik ist wirklich top. Auch von der Inszenierung her kann man sich wirklich nicht beschweren. Natürlich darf in einem Actionfilm auch eine Liebestory nicht fehlen und die gibt es natürlich auch, aber man beschränkt sich auf das aller Nötigste.
Kulisse, Sound:
Bei der Kulisse erweist sich Misiorowski als wirklich erfahren und zeigt Polen in aller Realität. Es gibt fast keine schönen Bilder. Das Land ist arm, dreckige Hinterhöfe, alte Autos und es gibt viel Kriminalität. Wirklich toll dass Misiorowski hier die Kulisse so realistisch darstellt.
Die Musikuntermalung ist insgesamt passabel und untermalt den Film stets passend. Natürlich auch leider wieder etwas eintönig.
Schauspieler:
Thomas Ian Griffith schlägt, schiesst und mimt sich solide durch den gesamten Film. Die Rolle des toughen und harten Cops Frank nimmt man ihm gut ab.
Rutger Hauer ist in der Rolle des schmierigen Dr. Lem zu sehen. In als Bösewicht zu besetzen ist allein schon mal ein Pluspunkt. Der Mann hat einfach das Talent für so eine Rolle.
John Rhys Davies spielt den Kommissar Shmuder, welcher zum Partner von Frank wird und den ganzen Film durch seinen Humor etwas auflockert.
Für so ein Movie ist echt eine gute Prominenz mit den Dreien an Bord, dafür nahm man bei den anderen Darstellern unbekannte Gesichter.
Fazit:
Am Anfang kleine Startschwierigkeiten, aber trotzdem insgesamt solide von Anfang bis Ende. Gute und recht viel Action mit passenden Darstellern und sogar die Story kann sich sehen lassen. Bob Misiorowski hätte nicht mehr daraus machen können und liefert hier den besten Film seiner Regiekarriere ab.