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Recht gelungene Ostblockaction aus dem Hause Nu Image mit Thomas Ian Griffith in der Hauptrolle.
Der US-Cop Frank Wusharsky (Thomas Ian Griffith) feiert gerade die bevorstehende Hochzeit seines kleinen Bruders Marty (Artur Zmijewski), ebenfalls Cop, im Kreise der Familie. Allerdings wird sein Bruder nach der Feier von ein paar Gangstern erschossen als er diesen in die Quere kommt. Frank kann einige umnieten, aber der narbengesichtige Chef kann entkommen. Auch der Film vielleicht etwas zu unvermittelt beginnt, so kann die kleine Anfangsschießerei durchaus überzeugen.
Frank folgt den Spuren des Mörders bis in das Land seiner Vorfahren, Polen. Nach einigen Recherchen findet er diesen, ein Mitglied der örtlichen Mafia, bei der Erpressung einiger Händler auf dem Marktplatz. Doch trotz eilig gezückter Wumme kann er ihn nicht erledigen und wird stattdessen von der Polizei festgenommen. Der Wechsel des Szenarios in den Ostblock hilft Regisseur Bob Misiorowski schon mal ordentlich Knete zu sparen und im Gegensatz zu vielen anderen billig im Ostblock gefilmten Werken passt der Schauplatz hier zur Story.

Auf dem Polizeirevier gibt man Frank zwar zu verstehen, dass er nicht erwünscht ist, dafür lernt er aber Anna (Joanna Trzepiecinska), die hübsche Tochter des Polizeichefs, kennen. Seine Anbandelungen werden noch weniger gern gesehen, aber Frank ermittelt weiter, spürt den Mörder und stößt dadurch auf ein noch größeres Verbrechen...
Für eine Nu Image Produktion liegt die Optik von „Death Connection“ auf hohem Niveau und auch die Besetzung mit B-Actionstar Thomas Ian Griffith sowie Rutger Hauer und dem späteren „Herr der Ringe“-Darsteller John Rhys-Davies kann sich sehen lassen. Zudem versteht B-Regisseur Bob Misiorowski sein Handwerk und inszeniert den Film recht professionell für B-Niveau.
Die Story könnte zwar durchaus eine Prise mehr an Spannung sowie einen großen Schuss an Innovation vertragen, ist aber dennoch recht unterhaltsam, temporeich und kann auch eine gewisses Maß an Spannung aufbauen. Dabei wirkt die Story etwas zweigeteilt, denn der Mörder wird schon recht früh gestellt, ehe sich der Film dann auf die recht originelle Hintergrundverschwörung mit einem nicht alltäglichen Verbrechermotiv fokussiert.

Die Action bietet ein paar nette Stunts und einige kurze Verfolgungsjagden, vor allem aber ein paar gute Shoot-Outs und Fights. Die Fights sind recht spektakulär und gut inszeniert und können sich auf jeden Fall sehen lassen, da Thomas Ian Griffith mal wieder seine Martial Arts Fähigkeiten unter Beweis stellt. Die Shoot-Outs sind ebenfalls auf gutem B-Niveau in Szene gesetzt und bieten auch den ein oder anderen blutigen Einschüssen.
Thomas Ian Griffith spielt seine Rolle überraschend gut und auf hohem Niveau für einen B-Actionfilm. Auch Rutger Hauer und John Rhys-Davies liefern überzeugende Leistungen ab und die Nebendarsteller machen ihre Sache alles in allem auch ziemlich gut.

„Death Connection“ ist ein ordentlicher B-Actionfilm, der allerdings etwas mehr an Spannung und Innovation vertragen könnte.

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