„Wieder ein neuer Tag, den ich überleben muss. Ich sollte besser aufstehen.“
Robert Morgan (Vincent Price) ist – wie der Titel bereits vermuten lässt – der letzte Mensch auf dem Planeten Erde. Den Rest hat ein überaus tödlicher Virus dahingerafft, der die Toten zudem nach ihrem Ableben aus den Gräbern steigen lässt. Zombies sind noch nicht erfunden, deshalb nennt man die Wesen Vampire. Diese bekämpft Morgan mit den Klassikern Knoblauch, Spiegeln und Pflock durchs Herz. Ganz im Stile eines postapokalyptischen Survival-Horrors vertreibt sich Morgan die Zeit mit dem Sammeln von Vorräten, seinem Funkgerät und tagträumerischen Rückblenden, die ihn in seiner vergangenen Funktion als Wissenschaftler zeigt, welcher an dem Virus herum forschte. Eines schönen, lieben Tages tritt Morgan auf eine weitere Überlebende, doch führt diese nichts Gutes im Schilde…?
THE LAST MAN ON EARTH ist der Uropa aller Endzeit- /Survival-Horrorfilme wie THE ROAD, CARRIERS, 28 DAYS LATER und wie sie alle heißen. Der Romanstoff wurde weitere Male in DER OMEGA-MANN mit Charlton Heston und I AM LEGEND mit Will Smith verfilmt. Das Original mit Vincent Price stellt praktisch eine indirekte Vorlage zu Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD dar. Sich verbarrikadieren, Angreifer-Arme, die durch Türspalte greifen – alles vorhanden. Da sich die Vampire aber ohnehin sehr atypisch und zombiehaft verhalten, ist der gedankliche Sprung zu den Untoten nicht sehr weit. Das einzige Blutsauger-typische ist, dass sie nur nachts rauskommen. Ansonsten schlürfen sie blass, stöhnend und unheimlich träge durch die Straßen – wie Zombies eben. Dann gibt’s da noch gefährliche Halbwesen, aber es soll nicht zu viel verraten werden.
Der 1,93 Meter große Grusel-Riese Vincent Price (DR. PHIBES, DIE FLIEGE) macht seine Arbeit gut, geriet aber in die Kritik nicht die beste Besetzung für die Rolle zu sein. Kann ich mich nicht anschließen. Wie in I AM LEGEND hat trifft auch Robert Morgan hier auf einen Hund. Diesem kommt aber eine weit weniger gewichtige Rolle zu als in dem Remake. An heutigen Maßstäben gemessen, fällt der Streifen recht unspektakulär aus. Die postapokalyptische Einöde und die Atmosphäre der verlassenen Großstadt kommen glaubhaft rüber. Auch drängt das persönliche Schicksal des gefallenen Wissenschaftlers Morgan, der Frau und Kind an die Seuche verloren hat, ein gewisses Maß an Dramatik auf.
Fazit:
Pessimistischer Endzeit-Horror, der Romero auf die richtige Fährte gelockt hat.