Review

Vincent, the Vampire Hunter


Endzeit ist wieder en vogue - also war es an der Zeit, die drei großen „Omega Mann“-Verfilmungen mal genauer unter die Lupe zu nehmen und miteinander zu vergleichen. Und im Fall von „Last Man on Earth“ sogar überhaupt zum ersten Mal zu sehen. Es war dringend überfällig, denn gegen diese erste Version der Geschichte haben weder Schmidts Willi noch der Waffenmessias Heston auch nur den Hauch einer Chance. Wir folgen einem Mann durch die verlassenen Straßen einer riesigen Stadt und deren Umland - eine Seuche hat die Menschheit weitestgehend ausgerottet bzw. die restlichen Gestalten in vampirähnliche Monster verwandelt, die fast jede Nacht an der Tür klopfen... 

„Last Man on Earth“ hat nicht ohne Grund Romero zu seinem Zombiemeilenstein inspiriert, ist diese klassische Endzeitvision in schwarzweiss doch durchzogen von Tristesse, Hoffnungslosigkeit und Angst. Price kombiniert Charme, Stärke und Wahnsinn gekonnt, nicht nur seine Stimme ist unerreicht, die fiesen Vampire waren ihrer Zeit voraus und die Kameraarbeit ist schlicht superb. Die italienischen Einflüsse sind unverkennbar, was man hier aus Rom und seinem Umland herausgeholt hat, was Atmosphäre und Verlassenheit betrifft, geht nicht besser. Klassisches Gruselkino zur Geisterstunde gepaart mit europäischem „Glanz“ und ganz realem Terror. Egal wie stylisch Hestons Soloritt und wie bombastisch Smiths Version der Story sein mögen - das hier ist das Nonplusultra. 

Fazit: die mit Abstand beste Version der klassischen Geschichte, wunderschön creepy gefilmt nahe der ewigen Stadt und Vincent Price ist einfach eine Legende. Eerie, edel, elegant. B-Movie-Klassiker und -Wegweiser! 

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