In einem Haus geschahen in der Vergangenheit immer wieder ungeklärte Todesfälle und als ein Playboy das Gemäuer erbt und sich zusammen mit einer Hand voll junger Frauen dort niederlässt, geht das muntere Morden weiter.
Oh Mann, bevor der Film losgeht, wird einem nochmal die Gelegenheit gegeben, das Kino zu verlassen (der Streifen schien tatsächlich in Lichtspielhäusern gelaufen zu sein) oder die Videokassette ungesehen zurückzugeben. Normalerweise weisen solche Hinweise und die ebenfalls fallende Warnung, dass Herz- und Nervenkranke den Film nicht gucken sollten, immer auf einen hohen Blut- oder Gewaltgehalt hin, doch bei "Bad Force" sollte man das Ganze dahingehend interpretieren, dass man sich die Sichtung des Unsinns schenken sollte, wenn man keine Zeit vergeuden möchte, denn was einem hier geboten wird, ist inhaltlich und umsetzungstechnisch unterste Kanone.
Nach anfänglichen C-64 Einlagen in Form einer fiktiven Akte, die sich mit den vergangenen mysteriösen Toden in besagtem Haus befasst und ziemlich frei von der deutschen Synchronisation wiedergegeben wird (aus September wird kurzerhand April und manche Informationen werden garnicht übersetzt) und einigen Rückblicken geht es daran, dass der erbende Schönling das Haus günstig an junge und hübsche Frauen vermietet, mit denen er sich dann schöne Stunden in dem Gemäuer macht. Die Figuren sind hierbei sehr flau ausgefallen und darstellerisch wird nichts Überzeugendes geboten. Der Regisseur John Wintergate hat es sich nicht nehmen lassen, die Hauptrolle des Playboys und eine Nebenrolle als Gärtner zu verkörpern, wobei er sich bei ersterer Figur mit den Frauen in Pool, Bad und Bett vergnügt und bei zweiterer Rolle mit komischer Perücke durchs Gelände hinkt. Die weiblichen Personen dienen lediglich als Augenfutter für den Zuschauer und Kanonenfutter für den Killer und so zeigen die Damen ihre optischen Reize bei sich bietender Gelegenheit, wobei ich sagen muss, dass mir persönlich keine der Ladys so wirklich zusagt.
Die Geschichte an sich kommt dann auch nicht so recht in die Gänge. Wer hinter den Morden steckt, kann man sich schon beim allerersten Auftritt der entsprechenden Person denken und ansonsten gibt es ebenfalls nichts Überraschendes. Zu allem Übel wird das an sich schon lahme Treiben in dem Fluchhaus mit unnötigem Zeug wie schrecklich doofen Traumsequenzen oder dem Auftritt einer Musikkombo gestreckt.
Die Idee mit den telekinetisch veranlagten Personen ist dagegen nicht übel, aber es wird viel zu wenig daraus gemacht. So beherrscht unter anderm der Mörder diese Fähigkeit, was ihm bei seiner Arbeit zu Gute kommt. Es werden dann unter anderem Leuten die Gedärme rausgepflückt, Augen rausgequetscht, es gibt den guten alten Fön in der Badewanne und eine Pistole auf dem Vogue Magazin, alles nur mittels Gedankenkraft des Übeltäters. Das hört sich jetzt vielleicht blutig sehenwert an, ist es aber nicht, denn umgesetzt wurde das Ganze äußerst unansehnlich.
Gleiches gilt für die Umsetzung der unblutigen Szenen, bei denen weder Beleuchtung und Schnitt noch die Kameraführung einen Hauch von Kompetenz aufkommen lassen.
Insgesamt ist "Bad Force" ein schlecht inszeniertes und viel zu lang geratenes Filmchen, welches lediglich in seinen unfreiwillig komischen Momenten für Laune sorgt, welche jedoch viel zu rar gesäht sind, um den Streifen auch nur ansatzweise sehenswert zu machen.