5
Derbes, wenn auch leicht verwirrtes Frauenfolter-Filmchen, dass den Spirit der ersten beiden Guinea Pig-Streifen ins neue Jahrtausend hievt. Obwohl dieser preiswert inszenierte Schocker nicht mit Brutalitäten geizt, hätte es schon ein bisschen mehr sein dürfen als nur die flache Geschichte um einen Computernerd, der weibliche Internetbekanntschaften in sämtliche Einzelteile zerlegt. So lebt auch "All Night Long R" primär vom berühmt-berüchtigten Ruf der gesamten Serie, um leider arg viel Zeit herauszuschinden und dadurch sehr bemüht zu wirken. Was eigentlich verstörend hätte sein müssen, scheitert am psychologischen Tiefgang und der schleppenden Inszenierung. Wer aber mal wieder Lust auf ein kleines bisschen Sadohorror am Nachmittag hat, ohne die Gehirnzellen allzu sehr anstrengen zu müssen... bitte schön!
5
Waren die Ereignisse in der Filmreihe bislang alle durchaus realitätsnah, so betritt Teil 4 nun das Terrain des phantastischen Films, denn was unser Protagonist mit der Verpflanzung von Körperteilen betreibt, ist wirklich grotesk. Leider sind diese Experimente nicht allzu glaubwürdig - wobei nie klar wird, was Traum oder Realität ist - und in Verbindung mit der extrem langatmigen Erzählweise auch nicht besonders unterhaltsam. Zumindest entsteht ein weiteres Mal eine äußerst düstere und unangenehme Atmosphäre wie bereits bei Teil 3. Wer sich jedoch noch nicht mit japanischen Schockern für den Videomarkt befasst hat, wird mit der bizarren Handlung nichts anfangen können. 5 von 10