Review

Der Film " Berserker " war das Aus für den unbekannten Regisseur Jefferson Richard, der seit dem wohl keine Angebote mehr bekam. Man schwimmt hier auch nur in der großen Slasherwelle mit, ohne irgendwelche neuen Ideen zu präsentieren. So passierte das, was mit vielen solchen älteren Produktionen passierte, sie verstauben irgendwo in den Videotheken und werden nie im Fernsehen gezeigt. Hier wird auch nur die Teenieslashergemeinde angesprochen, dem Rest reicht schon der Titel, um den Film nicht anzusehen. Ich bin selbst dem Slasher absolut nicht abgeneigt und habe mir " Berserker " einmal angetan, doch ich bin nun alles andere als begeistert.
Story:
Ein paar Jugendliche fahren zum Campen in einen Wildnispark. Dort sind zuvor ein paar Leute auf bestialische Art und Weisse ermordet worden, doch man denkt, dass sei ein Bär gewesen. Weit gefehlt, denn ein Nachfahre der Berserker treibt hier sein Umwesen und ernährt sich gerne von Camperfleisch. Gleich in der ersten Nacht wird die kleine Gruppe dezimiert und verläuft sich in der Wildnis. Der Berserker ist ihnen immer auf den Fersen

Immerhin ist hier mal kein typischer Massenmörder am Werk und die Idee mit dem Berserker hebt sich doch vom Durchschnitt ab. Ein Krieger der Wikinger, welcher als erstes aufs Schlachtfeld geschickt wurde und seine Opfer wortwörtlich zeriss und auffraß. Der Film beginnt auch ziemlich vielversprechend, denn während der unheimlichen Titelmusik blendet man ständig die bluttriefende Bärenschnauze ein, was schon etwas hermacht. Die Berserker trugen immer einen Bärenkopf und Fell und mit den scharfen Krallen schlitzen sie ihre Opfer auf.
Leider entpuppt sich der Film ganz schnell zum üblichen Kokolores. Die Teenager entsprechen wieder mal jedem Klischee. Saufen, Bummsen, einander nerven und verarschen steht an der Tagesordnung. Zudem sind einige Dialoge strunzdoof. Das muss der Zuschauer gut die Hälfte des Films über sich ergehen lassen, bevor endlich einmal etwas passiert. Nur gleich zu Anfang wird ein Rentnerehepaar gemeuchelt, doch dies ist unspektakulär. Überhaupt sollte man hier keine Goreeffekte erwarten, Blut ist zwar ordentlich zu sehen, doch die Opfer werden immer nur blutig zu Tode gekratzt. Aber das geschieht nur in der zweiten Hälfte, wo es dann sogar ein paar spannende Momente gibt und die Wildnis unter Einsatz von vielen Nebelmaschinen endlich mal unheimlich erscheint. Richtig viel passieren tut auch dann nicht. Man verirrt sich im Wald, stellt sich teils so blöd an, dass man einfach dran glauben muss und der Bodycount bleibt auch im kleinen Bereich. Das Finale ist auch nicht das Gelbe vom Ei, denn der Berserker ist viel zu schnell erledigt. Wer sich unter der Bärenmaske verbirgt, war mir schon im Vorhinein klar, aber ich verrate es trotzdem mal nicht, damit sich vielleicht überhaupt mal Jemand diesen Schinken ansieht.
Der Score ist noch das Beste an dem Film. Beunruhigend und ein paar coole Songs in Petto.
Ausser George Flower dürften hier nur Laien am Werk sein. Ich hab schon wesentlich schlechtere Darsteller in solchen Werken gesehen, aber glaubwürdig ist hier Keiner, ganz schlecht aber auch nicht.

Fazit:
Unbekannt und das zu Recht. Man kommt nicht mal an den Durchschnitt ran, dabei hätte man aus der unüblichen Slasherstory viel mehr machen können. Spannung kommt nur mäßig auf, das viele Kunstblut reisst es dann auch nicht mehr raus. Zudem ist die erste Hälfte ziemlich langatmig und die Darsteller verbessern den Film nicht unbedingt. Pure Zeitverschwendung ist es nicht, wenn sich das Einer antut, sollte er dem Teeniehorror nicht abgeneigt sein.

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