Review
von Leimbacher-Mario
Bärenkarg
Stimmt, das Poster mit dem schreienden Gesicht ist wesentlich cooler als der Film selbst - dennoch kann ein Wald-und-Wiesen-und-Nebel-Camping-Slasher mit einem wild gewordenen, übernatürlichen Wikinger doch nicht wirklich, wirklich schlecht sein, oder?!
Bierbukkakes. Bärenmasken. Nebelmaschinenoverkill. Campinggrütze. Soapniveau. Raviolirevenge. Feinster Luschenrock. Bachparty. Mieser Ruf. Geiles Cover.
„Berserker“ darf man als gut angefeuchteter Slasherfan durchaus mal gucken. Jetzt gerade z.B. bei Amazon Prime - da man ihn sicher nicht direkt in den Schrank stellen muss/will. Aber einmal gucken tut keinem weh. Immer wieder erstaunlich, was für obskure „Klassiker“ aus der zweiten bis zwölfen Reihe immer öfters (auch noch ungeschnitten!) bei den großen Streamern auftauchen. „Berserker“ ist süßer Slasherschrott der schöneren Sorte. Ich weiß, das scheint wenig Sinn zu machen. Aber Gleichgesinnte können sich darunter auf jeden Fall etwas vorstellen. Banal. Bescheuert. Biergekühlt. Besonders beiläufig. Eher Rush als Pink Floyd. Rocken tut's milde dennoch. Wenn man keine Käseallergie hat und ungefähr ahnt was kommt. Ungefährlich und naiv.
Fazit: Viking Vengeance - „Berserker“ kombiniert - mal bescheuert, mal blass, mal brauchbar - den 80s-Slasher mit übernatürlichen Vikingermythen, viel Bärengebrüll und unerhörte Überstunden für die Nebelmaschine. Instinktiv befriedigend - zumindest wenn man auf enorm käsige Schlitzeraction im Wald steht und absolut keinen Meilenstein erwartet.