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Altmeister John Carpenter (Die Klapperschlange, Das Ding aus einer anderen Welt) zeigt uns hier ein Fantasy-Action-Abenteuer mit einem sehr hohen Unterhaltungswert.

Der Trucker Jack Burton (Kurt Russell) besucht seinen alten Kumpel Wang Chi (Dennis Dun). Als die beiden die Freundin von Wang vom Flughafen abholen wollen, wird diese von einer chinesischen Triadengang entführt. Die beiden Freunde verfolgung die Gangster bis nach Chinatown und kommen dort einem mystischen Geheimbund auf die Schliche. Von nun an müssen sie sich nicht nur gegen menschliche sondern auch gegen übermenschliche Kreaturen zur Wehr setzen.

Big Trouble in little China ist ein durchgeknallter Genremix, der von John Carpenter mit sehr viel Charme ausgestattet wurde. Eine coole Story ohne Längen, mit viel Spannung, hohem Actionanteil und gelungenem Humor. Was will man als "Hirn-aus" - Unterhaltung mehr.
Am besten hat mir bei diesem Film das Ambiente gefallen. Chinatown wird in sehr schönes Licht gerückt, obwohl es meistens nur in irgendwelchen Hinterhöfen zu sehen ist. Die unterirdischen Höhlen und Geheimgänge wurden sehr fantasievoll ausgestattet.
Die Effekte und die Masken der Monster sind zwar sehr altmodisch, erwecken aber beim ansehen ein wunderbares 80er Jahre Trashfeeling. Da wurde halt noch alles mit der Hand gemacht. Sehr schön!
Einziges Manko ist vielleicht, dass insgesamt der ganze Streifen ein wenig zu überfrachtet wirkt. Denn es passiert sehr viel in der nicht gerade sehr langen Laufzeit von ca. 95 Minuten. Dafür wurde dann aber auf irgendwelche überflüssigen Szenen verzichtet.

Actionmäßig kann man sich auf einiges gefasst machen. Der Zuschauer kann sich an den gut choreographierten Shootouts und Martial Arts erfreuen. Wobei man zu den Kampfkünsten sagen muss, sie orientieren sich zwar an den früheren Easternfilmen, tragen aber eine deutliche amerikanische Handschrift. Wer sich also auf sehr harte und mit vielen Kampfstilen versehenen Martial Arts freut, der sollte dann lieber zu den Hongkong-Streifen dieser Sorte greifen.
Was aber nicht heißen soll, dass die Kämpfer keine gute Leistung erbringen. Die Fights können sich durchaus sehen lassen, nur liegt halt der Hauptaugenmerk mehr auf dem drumherum.

Darstellerisch kann man sich im großen und ganzen nicht beschweren. Bester Mann am Platz ist natürlich Kurt Russel (Star Force Soldier, Einsame Entscheidung), der mit coolen One-Linern den Obermacho geben darf. Überhaupt ist er derjenige der zum größten Humoranteil beiträgt, neben den beiden anderen Hauptdarstellern Kim Cattral (Police Acadamy, 15 Minuten Ruhm), und Dennis Dun (Die Fürsten der Dunkelheit, Aus nächster Nähe).

Für dieses lustige Fantasy-Action-Abenteuer, das mit sehr viel Charme ausgestattet wurde, kann ich getrost 8 von 10 Punkten vergeben. Man sollte halt vorher das Hirn ausschalten, sich zurücklehen, vielleicht ein Bier dazu trinken und den Streifen einfach nur genießen.

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