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Der Truckfahrer Jack Burton besucht seinen chinesischen Freund Wang. Dieser gerät in Schwierigkeiten: Als er seine zukünftige Frau am Flughafen abholen will, muss er und Jack mit ansehen, wie sie verschleppt wird, nach China Town. Jack und Wang machen sich auf die Suche und müssen bald erkennen, dass nicht menschliche Kräfte und schwarze Magier hinter dem ganz grossen Ärger stehen! Doch die beiden geben nicht auf und stürzten sich ins Abenteuer.

Big Trouble erschien zu einer Zeit als Filme von John Carpenter noch als heiß galten. Angeblich soll er sogar in einer kleinen Szene hier im Bild zu sehen sein und die Komposition des Scores ließ er sich ebenfalls nicht nehmen. Der Meister versucht sich hier erstmals in einem eher komödiantischen Genre, engagierte erneut Kurt Russell als laufenden One-Liner, mischte eine wilde Mixtur aus Action/Fantasy/Horror zusammen, würzte das ganze mit allerlei asiatischer Mythen (keine Ahnung ob die erfunden wurde, oder real existieren) und heraus kommt ein Film der einfach nur gute Laune macht.
Ernst nehmen wird dieses wilde Script sowieso niemand, deshalb sollte man die Fragen nach Sinn und Verstand einfach mal zurückstellen und sich einfach berieseln lassen.Dann wird nämlich ordentlich Budenzauber in rasantem Tempo geboten. Die Figur des Burton ist dabei eigentlich nur ein Trittbrettfahrer, der ständig mit seinem Messer zu Schießereien erscheint aber immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Zusammen mit seinem Kumpel Wang gerät er dabei von einem Schlamassel ins nächste und bei de müssen sich mit chinesischen Straßengangs, irgendwelchen Monstern aus Hensons Puppenwerkstatt, dem finsteren Obermotz Lo Pan und seinen drei Edelkriegern mit den überdimensionierten Hüten auseinandersetzen.
Die Action und die Sets sind sehr gut gelungen. Auch die Choreographien der Kämpfe können sich sehen lassen. Carpenter überzeichnet manche Situationen dabei dermaßen (zwei Kämpfer fliegen minutenlang durch die Luft und beharken sich dabei mit Schwertern), das das ganze beinahe wie eine Parodie wirkt. Die Ironie trieft aus allen Poren und dadurch das sich das Tempo pausenlos aufrecht erhält, hat der Film nicht einmal die Chance langweilig zu werden. Schade das Carpenter in diese Richtung nicht mehr weitertendierte.
8/10

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