Irgendwie muss die Reihe um den Riesenhai fortgeführt werden, da Regisseur Christopher Ray offenbar in die Schundfilmer- Fußstapfen seines Vaters Fred Olen Ray treten möchte und "The Asylum" mittlerweile durch diverse Haimutationen an Popularität gewinnt.
Trash ist natürlich vorprogrammiert, doch Töne weit außerhalb von politischer Korrektheit trüben den Genuss des eigentlich amüsanten Streifens.
Der letzte Megalodon schien erledigt, doch nun taucht ein zehn Meter langes Baby in den Gewässern um Rio de Janeiro auf, welches auch gleich zwei Flotten der UN plättet.
Zur selben Zeit wird in Tschernobyl versehentlich der Kolossus befreit, ein aus dem Kalten Krieg stammender Riesenroboter, der sich seinen Weg zu seinem Schöpfer bahnt. CIA-Agenten, Meeresbiologen und hochrangige Admiräle müssen zwangsläufig Strategien entwickeln, um beide Mutationen aufeinander losgehen zu lassen...
Parallel ablaufende Handlungsstränge sind bei der Billigschmiede Usus, das nahezu konstant hohe Erzähltempo wird im vorliegenden Fall jedoch von gleich drei Handlungssträngen vorangetrieben. Eine asiatische CIA-Agentin ist im Grunde die Heldin, da diese binnen weniger Minuten von der Ukraine nach Gibraltar fliegen kann, der dunkelhäutige UN-Admiral der Arsch vom Dienst, welcher nach fünf Sätzen bereits mit nuklearer Gegenwehr droht und ganz fies sind ja auch die Sowjets schon immer gewesen, denn der Kolossus ist natürlich nichts anderes als Godzilla in schlichter Roboterform, wodurch den Japanern immerhin eine Beleidigung erspart bleibt.
Obgleich die Ukraine wie Arizona anmutet, UN-U-Boot-Damen in Lack- und Leder eher als Werbung für eine dubiose Kaschemme durchgehen und Stock Footage auch als solches erkennbar ist, bereiten einige Actioneinlagen durchaus Freude.
Der zweckdienlich gestaltete Hai und der auf den ersten Blick recht eindimensional stampfende Koloss bewirken letztlich doch einige ansehnlich inszenierte Explosionen, Flugzeugbruchlandungen und final sogar einen Kurzausflug ins All, wobei die CGI als annähernd passabel einzuordnen sind. Blutvergießen findet in expliziter Form natürlich nicht statt, denn bei Dimensionen in Hochhausgröße verschwinden diverse Opfer schlichtweg, - erspart ja auch Kosten detailreicher Darstellungen.
Viel Sinn ergibt die Chose freilich nicht, ein minimaler Twist überrascht allenfalls ansatzweise und trotz halbwegs bemüht auftretender Mimen empfiehlt sich niemand für einen anstehenden Blockbuster. Ergibt unterm Strich also das Übliche für Trashfans: Flott dargebotene Geschehnisse, eine Handvoll okay inszenierter Schauwerte und viel Nonsens auf verschiedenen Ebenen, einschließlich eines überaus konstruierten Cliffhangers.
Für Genrefreunde im Bereich Tierhorror, Klasse C/ The Asylum annehmbar, - man sollte jedoch ein Faible fürs "Mega" beim Titel mitbringen...
5,5 von 10