Anarchy Parlor
Fünf Freunde Reisen nach Vilnius, um dort zu feiern und zu saufen. Auf einer Party treffen sie auf Tattoo-Stecherin Uta, die so von ihrem Boss schwärmt, dass die Freunde in seinem Salon vorbeischauen. Von dem, was sie dort Düsteres erwartet, ahnen sie leider nichts. Denn der Anarchy Parlor ist ein ganz besonderes Studio und der „Künstler“ dort geht sehr dunklen Praktiken nach, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Regisseur „Devon Downs“ und „Kenny Gage“ ihr Filmdebüt, ist ein neuer Torture Streifen aus Australien, der einer dieser Titel ist, der im Vorfeld bereits als „Neuer Skandalfilm“ angepriesen und diskutiert wurde und wird. Besonders „hart“ und „schonungslos“ soll er sein. So steht es zumindest in den Sozialen Netzwerken. Was ein Fakt ist, „hart“ ist immer relativ, und nur weil eine FSK etwas zu sehr mit der Schere fuchtelt, heißt es noch lange nicht, das dieses, was entfernt wurde, auch wirklich hart ist. Doch andererseits wird auch schnell ersichtlich, wohin uns „Devon Downs“ und „Kenny Gage“ als Zuschauer mit auf Reise nimmt. Also „uncut“ Sichtung.... !
Die Story: Es geht ab zur Hauptstadt Litauens nach Vilnius, wo sich fünf Freunde einen amüsanten Trip erhoffen und auf Partylaune sind. Doch hier sollte man vor Tätowierern etwas vorsichtig sein, besonders dann, wenn sie sich als Menschenhaut Künstler entlarven. Oh Schreck! Yakuza Skin Ritual?! Wenn einen hier eine Assoziation zu dem guten alten „Hostel“ nicht auffällt, ja dann kann man was erleben. Die Parallele sind ersichtlich und das Vorbild, an das man sich hat orientiert, kann deutlicher nicht sein.
Die Umsetzung: Fängt „Anarchy Parlor“ der hierzulande unter den Titel „Killer Ink“ erscheinen wird, da an wo „Hostel“ aufgehört hat? Die Sache liegt in der Umsetzung im Detail. Der Fokus ist klar auf die Gewalt und Torture Szenen gesetzt. Dieses Zielpublikum wollte man ansprechen und das gelingt „Anarchy Parlor“ auch. Solide Torture und Blood Effekte, wo die Kamera ordentlich raufhält. Freunde von „etwas“ härteren Filmchen könnten hier schon etwas Spaß mit haben. Doch es dauert 30 Minuten der Aufbauphase, bis es dann auch schon losgeht, mit dem Haut abziehen. Doch das war es dann auch schon. Zwar kommen in der uncut Fassung noch weitere Passagen vor, doch viel mehr passiert nicht. Also Hauabziehen, etwas Urin Ausscheidung, ein paar Kopfschüsse und schlitzereien mit einem Skalpell. Wenn das also ein Skandalfilm seine soll? Der hat vermutlich richtige Underground Filme noch nicht gesehen. Vom Härtegrad ist er in der Liga wie "Hostel", der eben auch Vorbild war. Die Effekte schauen aber gut aus und auch die technischen Einstellungen passen. Besonders interessant ist die Location im Tattoostudio Parlor. Hier wird eine kühle düstere Atmosphäre erzeugt, die dem Film gut tut.
Schauspielerisch hat "Robert LaSardo" einen guten Job gemacht. Die Rolle hat gepasst und besonders die ruhige Art der Figurenzeichnung wirkte stimmig. Der Restliche Cast geht auch voll in Ordnung.
Fazit:
"Anarchy Parlor" aka „Killer Ink“ liefert sicherlich nichts Neues im Torture Bereich. Sex, Gewalt und Blut als Fokus und primärer Stamm, da bleibt wenig Platz für eine gute Storyline. Doch man bekommt genau das, was man als Genre Freund sehen will. Er hält also, was er verspricht und die Umsetzung kann sich definitiv auch sehen lassen. Doch ein Skandalfilm ist er gewiss nicht. Wer auf "Hostel" klarkam, der wird mit "Anarchy Parlor" auch seinen Spaß haben. Konnte unterhalten. (Denkt dran uncut ansehen)
Bewertung:
7,0 / 10 Punkten.