Dina Purlow ist eine brillante Psychiaterin, die eine neue "Cutting-edge"-Technologie an Häftlingen, die zum Tode verurteilt sind, testet. Als sie entdeckt, daß man im Begriff ist die neue Methode an einem Unschuldigen zu vollstrecken, versucht Dina das Schicksal dieses Mannes zu ändern. Dadurch wird sie mit der sexistischen Politik konfrontiert, die einer Frau in einer Männerwelt entgegenschlägt. Eine schmerzliche Vergangenheit mit dem Gouverneur droht sie zu stoppen, während ihre väterliche Verwandtschaft mit Pitchford uns weiter in dieses faszinierende Geschichte zieht. Als sie die Entscheidung trifft, ihre Technologie an dem realen Mörder, Jesse Mowatt, zu prüfen, öffnet sich ihr eine Welt menschlichen Potential an teuflischen Eigenschaften. Schockiert und doch durch Mowatt gezwungen, fährt sie fort Licht ins Dunkel zu bringen und entdeckt schockierende Geheimnisse und Wahrheiten über Mowatts Vergangenheit und versteht schließlich was er mit "Sie ist die Einzige" meint.
Mit Unspeakable meldet sich ein neuer B-Movie, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die tiefen der menschlichen Seele zu ergründen. Was am am Ende dabei rauskam ist nix anderes als eine überlange Akte X Folge bei der Scully die Hauptrolle spielen darf und Mulder nicht vorkommt. Es gibt praktisch kaum Action, sondern hauptsächlich endlose Dialogsequenzen, für die man eine gehörige Portion Geduld mitbringen sollte. Die Handlung ist ein wilder Mischmasch aus Sozialdrama, Thriller, Mystery und eine kleine Prise Horror. Aus jedem Topf etwas, aber insgesamt kein schlüssiges Gesamtkonzept. Der ganze Film erinnert frappierend an die J-Lo Schlaftablette "The Cell", die 1 Jahr vorher abgedreht wurde. Eine mutige Psychaterin versucht in schwülstigen Bildern in die Psyche eines übernatürlichen Serienkillers mithilfe eines elektronischen Gizmos einzudringen und muß dabei gegen den Widerstand einer männlich dominierten Obrigkeit ankämpfen. Zwei Stühle - eine Meinung, äh meine natürlich, zwei Filme - ein Thema, ob da Absicht dahintersteckt? Die Krönung der Glaubwürdigkeit ist hier natürlich jenes von einer Psychotante aus der zweiten Reihe erfundene Gerät mit dem man mittels einfacher Dioden laufende Bilder aus jedem Gehirn extrahieren und speichern kann (alle Hersteller von Digicams wären mit einem Schlag arbeitslos). Einfach einen Verdächtigen anschließen, ein Gehirndownload für die Tatzeit machen und schwupps sieht man ob jemand schuldig ist oder nicht (auch alle Juristen hätten jetzt keinen Job mehr), da hätte sich das Script ruhig etwas besseres einfallen lassen können. Nicht nur hier läßt Unspeakabale viele Fragen offen. Wer ist denn jetzt nun eigentlich dieser böse Serienkiller und woher kommt er? Ein Dämon auf Erdbetriebsausflug? Der konfuse Showdown klärt die verwirrende Handlung auch kaum auf, ich hab irgendwann mein Logikzentrum auf Durchzug geschaltet um Folgeschäden zu vermeiden.
Um auch mal positives zu sagen, Kamera, Synchro und die Musik sind durchaus gelungen, die Atmosphäre stimmt, nur der Inhalt ist eben schwer verdaulich. Licht und Schatten verströmen auch die teils prominenten Schauspieler. Während Dennis Hopper (mit überraschend viel Screentime) und Lance Henrikson (ein wenig blaß aber solide) ihre Sache routiniert gut machen, fallen Dina Meyer (leider überfordert für so eine Cjarakterrolle) und Jeff Fahey (überflüssige Rolle, Fahey spielt auch dementsprechend) doch deutlich ab. Der unbekannte Pavan Grover liefert als Serienmörder ansprechenden Durchschnitt ab, wirkt aber nicht immer glaubwürdig.
Wer immer seine Freude an mysteriösen Psychofilmchen hat, kann hier ruhig mal reinschauen, Actionfreunde sollten aber lieber die Finger weglassen, es besteht akute Einschlafgefahr
3/10