Total verquaster Mystery-Horror-Thriller (ich nehme einfach mal an, dass es einer sein soll/werden sollte...), in dem einige Stars brutal für eine unausgegorene und vollkommen zusammenhang- und haltlose Story verheizt werden.
Man hätte das Drehbuch dann vielleicht doch nicht den (weitestgehend unbekannten) "Hauptdarsteller" schreiben lassen sollen - der hat das Script nämlich mehr schlecht als recht mit dem äußerst zweifelhaften Anspruch auf eine intelligente Geschichte ganz toll um seinen Charakter "herumgeschrieben" - und das Ganze dabei noch relativ sinnfrei.
So weiß man schon mal vom Anfang bis zum Schlussakkord nicht im Geringsten, um wen es bei dieser Geschichte eigentlich gehen soll. Ist der Knilch nun ein Teufelsjünger, ein entsprechender Abgesandter, ein Teufelsanbeter oder gar der Teufel selbst...?
Keiner weiß es. Ist aber wohl scheinbar auch nicht als besonders wichtig zu erachten. Jedenfalls gibt der sich nach Gefangennahme durch die Polizei ein persönliches Duell mit dem Gefängnisdirektor der Anstalt (Dennis Hopper, noch ganz passabel), in der er einsitzt. Warum, weshalb, wieso - keine Ahnung, wird nicht eingehender erklärt.
Und warum der Charakter, den Dina Meyer versucht glaubhaft darzustellen (was aber an den doch eher begrenzteren schauspielerischen "Möglichkeiten" weitestgehend scheitert) ihn dann nach getaner Arbeit (Tötung des Direktors durch einen gefräßigen Wurm, den er ihm ins Ohr gesetzt hat) schlussendlich noch erlösen muss...oder musste er sie erlösen? Oder haben sie sich gegenseitig erlöst? Oder erlöst in Wahrheit keiner den anderen?? Man weiß es nicht...
Dabei ist das Storyelement mit der "Gedanken- und Erinnerungen-Lesemaschine", die letztere in bester Spielfilmqualität wie einen ganz normalen Film aus dem Hirn saugen und auf einem Bildschirm sichtbar machen kann genauso schwachsinnig wie unglaubwürdig.
Die Nebengeschichte um den Goveneur (gespielt von Jeff Fahey, obwohl man auch hier von "gespielt" eigentlich traurigerweise gar nicht mehr sprechen kann...) ist ebenso belanglos wie unverständlich. Irgendwie will die Geschichte dem Zuschauer weiß machen, dass alle Storyteile geschickt miteinander zusammenhängen - den Beweis dafür bleibt der Film als Ganzes allerdings komplett schuldig.
Schlimm, wenn man mit ansehen muss, wie auch ein Routinier und Haudegen wie Lance Henriksen in seiner wohl blassesten und nichtsagendsten Rolle vollkommen unnötig gänzlich untergeht.
Handwerklich ist der Streifen ganz passabel gemacht, sauber produziert und halbwegs gut in Szene gesetzt.
Es gibt drei, vier zugegebenermaßen recht gute Gore-Effekte zu bewundern - das war's dann aber auch schon.
Zurück bleibt man nach dem Abspann mit einem Filmerlebnis, das in den ersten Minuten noch recht verheißungsvoll und spannend begann, sich dann aber mehr und mehr durch die blödsinnige Entwicklung der (reell eigentlich kaum vorhandenen) Geschichte, nicht ausreichende bis Tränen verursachende Schauspielleistungen und teilweise äußerst unglaubwürdige Handlungselemente selbst den Boden unter den Füssen wegzieht. So stellt sich schlussendlich eigentlich nur noch eine einzige Frage:
Was sollte das Ganze nun jetzt eigentlich??
Nach der Antwort darauf sucht man vergebens...