Er war mal einer der größten Darsteller aller Zeiten, der sich mit vielen guten Rollen, zu einen der Größten Schauspieler von Hollywood etablierte: Dennis Hopper! Doch seit einiger Zeit nun hat man das Gefühl, dass er aus Geldgier wirklich jede Rolle annimmt. All seine letzten Filme waren maximal Durchschnittsware, darunter u.a. der dämliche "Straight Shooter"! Und mit "Unspeakable" geht dieser traurige Trend leider weiter, auch wenn es dieses mal "wenigstens" verschenkte Durchschnittskost wurde.
Bei "Unspeakable" trennt sich die Qualität der Story mal wieder kräftig von der Inszenierung. Denn was Geschichte und Handlung angeht ist hier alles krude und wirr geraten und kommt erst einmal überhaupt nicht in Schwung. Langsam plätschert die Vorgeschichte so dahin und bevor es überhaupt zum Hauptgeschehen kommt, nämlich der Untersuchung der Gedanken von Jesse durch die Ärztin Diana vergeht gut die Hälfte des Streifens, gefüllt mit quälenden bis dämlichen Dialogen und einer völlig sinnfreien Handlung.
Wenn es dann aber endlich soweit ist, wird es doch für ein paar Minuten ganz interessant. Die heftigen Gedankengänge des Mörders werden in stimmig und düsteren Bildern recht gut dargestellt, so dass es einem doch mal frösteln kann. Schade nur das diese Szenen viel zu kurz sind.
Für Atmosphäre ist aber, trotz des lahmen Getue, dennoch gesorgt, wofür vor allem der stimmungsvolle Score sorgt, der absolut gelungen ist. Zudem können auch die üblichen Stilmittel für einigen Grusel sorgen.
Dazu kommen noch einige recht harte Blut- und Folterszenen, die ebenfalls nichts für schwache Nerven sind. Gekonnt inszeniert können diese Szenen schon überzeugen, auch wenn sie jetzt nicht die Qualitäten größerer Produktionen erreichen können.
Das Ende des ganzen Treibens ist dann allerdings wieder haarsträubend geworden und enttäuscht auf ganzer Linie.
Darstellermäßig ist alles im gelben Bereich. Pavan Grover kann als Möchtegern-Satan im menschlichen Körper nicht voll auf überzeugen aber stellt gerade noch so zufrieden und Dennis Hopper wirkt einmal mehr unterfordert. Schade das es mit einem großen Schauspieler so zu Ende gehen muss.
Fazit: Durchschnittlicher 08/15-Grusler von der Stange. Eine wirre Story, faustdicker Logiklöcher und viel zu viele Längen ermüden den Zuschauer noch bevor die Haupthandlung überhaupt beginnt. Zwar können einige Szenen und der exzellente Score schon für Atmosphäre sorgen, doch wenn man nicht enttäuscht werden will, sollte man sich nur den Mittelteil anschauen und Anfang und das Ende hinzudenken. Schade!
Wertung: 5/10