Im Mittelpunkt des Films steht eine alternative Justice League, die aus einem zynischen Superman, dem Sohn des berüchtigten General Zod, einer Wonder Woman mit tragischer Vergangenheit sowie einem blutsaugenden Vampir-Batman zusammengesetzt ist. Aufgrund ihres brutalen Vorgehens bei der Verbrecherjagd stehen sie ohnehin im Fokus der öffentlichen Kritik und das nun umso stärker, weil reihenweise Wissenschaftler ermordet werden und die Spuren zur Justice League führen. Superman und sein Team sind damit gezwungen, in dieser Angelegenheit eigene Untersuchungen anzustellen.
Das düstere und grimmige DC-Universum, wie es sich in „Justice League - Götter und Monster“ präsentiert, hat wenig mit der allseits bekannten, bunten Gerechtigkeitsliga zu tun, wie sie auch in den vorangegangenen Episoden dieser Reihe aus DC-Animationsfilmen zum Einsatz kam. Es gibt hier keinen strahlenden Superman, sondern vielmehr einen Zyniker mit düsterem Geheimnis, einen Blut saugenden Batman und eine rabiate Wonder Woman mit Bindungsängsten. Diese düstere Machart hat durchaus etwas für sich und trägt mit zunehmender Dauer zu einer dichten Atmosphäre bei, sorgt aber zunächst auch für etwas Verwirrung, weil sich der Zuschauer in dieses alternative DC-Universum zunächst einfinden muss und die Hintergrundinformationen eher spärlich gesät sind. Gewöhnungsbedürftig ist beispielsweise die Rolle von Lex Luthor als Wissenschaftler, der für die Regierung tätig ist.
Die Handlung hält dabei einige überraschende Wendungen bereit, ist an den entscheidenden Stellen aber auch arg konstruiert. Angesichts des zügigen Erzähltempos und der überschaubaren Laufzeit von knapp 76 Minuten reicht das aber aus, um für solide Unterhaltung zu sorgen. Immerhin fügen sich der düstere Anime-Stil und die dynamischen sowie durchaus brutalen Action-Szenen stimmig ins Geschehen ein und tragen einige gelungene Schauwerte bei. Dennoch hält sich nach dem Ansehen die Lust, sich die begleitende Animationsserie „Justice League: Gods and Monsters Chronicles“ zu Gemüte zu führen, in Grenzen.
Fazit:
Ein solider Animationsfilm, der in einem sehr düsteren, alternativen DC-Universum angesiedelt ist, aber über ein paar interessante Ansätze nicht hinauskommt. Die alternative Welt wirkt letztlich einfach etwas unausgegoren.
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