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Zwei Schüler verbaseln die Forschungsleiche der Universität und finden in einem Forschungslabor Ersatz, welcher sich jedoch als missglücktes Militätprojekt herausstellt und fortan sorgt der wandelnde Leichnam "Bud the Chud" durch Bisse für eine wachsende Gruppe von Untoten, die die Kleinstadt unsicher machen.

"C.H.U.D. - Das Monster lebt" gaukelt einem vor, die Fortsetzung von "C.H.U.D. - Panik in Manhattan" zu sein, doch es handelt sich um zwei eigenständige Filme, die inhaltlich nichts miteinander zu tun haben. Auch die Intention der beiden Werke ist eine andere, denn während "C.H.U.D. - Panik in Manhattan" gerne ernstzunehmender Monsterhorror wäre, fährt "C.H.U.D. - Das Monster lebt" komplett auf der Komödienschiene.
Die Geschichte ist sehr einfach gehalten und hält sich nicht lange mit Nebensächlichkeiten auf. So wird einem zu Beginn das Forschungsobjekt des Militärs in Form von "Bud the Chud" vorgestellt, welches nicht den erwünschten Erfolg brachte und aus dem Ruder lief, so dass das Wesen ein Dasein im tiefgefrorenen Zustand fristen muss, welcher jedoch durch die beiden Studenten beendet wird, da diese Bud entwenden, weil ihnen die Universitätsleiche weggerollt ist. Hört sich komisch an, ist aber so. Als dann Bud in der Badewanne zwischengelagert wird und mit einem Fön in Kontakt kommt, erwacht er aus seiner Starre, beißt sich durch die Gegend und sorgt dadurch für viele neue zombieartige Wesen, die sich in der Stadt ausbreiten und das Militär und die beiden Studenten plus Freundin wollen dem Unheil Einhalt gebieten.
Aus dem Stoff hätte man ohne weiteres ein bluttriefendes Zombiesplatterspektakel machen können, doch hier wird die Story zum Anlass für einen Haufen witziger Situationen genommen, denn der Film nimmt sich selbst nicht ernst und will nur Amüsieren anstatt zu Gruseln. So sorgt Bud nach seiner Wiederauferstehung für lustige Zusammentreffen mit einer Aerobic(vor dem Fernseher)Tänzerin, einem Pudel, der ebenfalls zum Chud wird und am Postboten nascht und weiteren Personen an verschiedenen Orten wie beim Barbier, im Imbiss, in einer Bar oder auf einer Halloween-Party und sammelt so eine zunehmend größer werdende Meute an Chuds um sich, die sich nicht so einfach durch Waffengewalt oder sonstige Vorgehensweisen des Militärs aufhalten lassen.
Darstellerisch kann hier niemand hervorstechen, aber dafür bietet die Geschichte eben auch nicht den nötigen Spielraum. Seitens der Zombies werden übertrieben Grimassen geschnitten, was meiner Meinung nach gut zu der komödienartigen Inszenierung passt.
Wer auf blutige Effekte aus ist, der wird schwer enttäuscht sein, denn sämtliche Knabbereien der Chuds finden Abseits des Bildschirms statt und das höchste auftretende Maß an rotem Lebenssaft stellt ein an die Wand spritzender Schwall beim Barbier dar. Es gibt zwar auch Dinge wie einen Bunsenbrenner durch den Kopf oder explodierende Körper, doch hier steht ebenfalls Humor anstelle von Splatterei auf dem Programm.

Insgesamt ist "C.H.U.D. - Das Monster lebt" eine lockere 80er Jahre Horrorkomödie, die kurzweilig ausgefallen ist und zu unterhalten weiß.

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