Weil sie das Obduktionsobjekt ihres Lehrers dummerweise „verloren“ haben, suchen sich drei Collegeteens eine neue Leiche. Was sie nicht wissen: Sie entwenden einen C.H.U.D. – Einen durch genetische Veränderung unsterblich gemachten Elitesoldaten, dessen Gattung die Regierung grad vom Markt nehmen will. Nur durch einen Elektroschock kann er wieder zum Leben erweckt werden. Zu blöd, dass ein Fön in die Badewanne fällt, in der die Teens ihn verstecken wollen…
C.H.U.D. II ist eine kuriose Mischung aus Return of the living Dead, Universal Soldier für die 80er typische Monstermovies a la Gremlins oder Critters. Besonders auffällig sind aber die Parallelen zu Return of the living Dead. Man muss schon blind sein, um sie zu übersehen. Zwar ist ein C.H.U.D. per Definition kein Zombie, wird aber ebenfalls durch militärische Geheimexperimente geschaffen. Seine Gattung vermehrt sich durch infizierende Bisse. Interessanterweise fressen sie ihre Opfer nicht auf sondern naschen nur ein wenig.
Auch die Hintergrundthematik „Halloween“ ist nicht gerade bahnbrechend neu. Einen Horrorfilm zeitlich an das Ende Oktober zu legen haben schon viele andere Regisseure gewagt. Allerdings muss hier erwähnt werden, dass es sich nicht um einen reinen Horrorfilm handelt – Horror-Scienefiction-Komödie trifft es wohl besser!
Ebenfalls erwähnenswert ist die Parallele des Hauptdarstellers Bud (dem C.H.U.D.). So gleicht er nicht nur optisch einem wohl ziemlich berühmten Zombie namens Bub (Day of the Dead), nein, auch seine Charakterentwicklung gleicht ihm (im Schnellverfahren). So nimmt seine Intelligenz rapide zu.
Das die C.H.U.D.s sprechen können mag sie von der ursprünglichen Definition des Zombies unterscheiden, vor dem Hintergrund des Klassikers RotlD gleichen sie ihnen jedoch massiv. Insbesondere ihre dümmlichen Sprüche und die stockenden Bewegungen fundieren diese Analogie.
Selbst das Militär, speziell der General, scheinen dem Vorbild entnommen zu sein. Dämliche Sprüche und alberne Befehle scheinen seine Rolle zu bestimmen.
Splattereffekte sucht man hier vergebens. Die meisten Bisse und Kills geschehen im Off, weswegen der Film auch eine FSK16-Freigabe bekommen hat. Doch vor der Intention, eine Horrorkomödie sein zu wollen, ist dies berechtigt und darf nicht als Minuspunkt betrachtet werden. Kurz vor Ende wird dann auch doch noch der ein oder andere C.H.U.D. vernichtet.
Alles in allem ist C.H.U.D. II sicherlich kein Meisterwerk, bietet aber kurzweilige Unterhaltung für den gewillten Horrorfan. Nichts für die breite Masse, aber wer Horrorklamauk mit 80er-Flair mag und keine hohen Ansprüche an Stories stellt, darf hier ruhig mal reinschauen!