Obwohl der Film „C.H.U.D“ eher unter ferner liefen geführt wurde, sprachen sich einige Produzenten doch für eine Fortsetzung aus, auch wenn sie gar nix mit Teil eins gemein hat.
Zwei absolute Top Schüler verlieren durch Unachtsamkeit eine Präparationsleiche. Schnell wird klar, ein Ersatz muss her. Dieser wird aus der örtlichen Leichenhalle besorgt, ohne zu wissen, dass man sich ein geheimes Regierungsexperiment – den Chud - ins Wohnzimmer geholt hat. Ziemlich schnell ist die Hölle los.
War der erste Teil noch mit einem leichten Ökoanstrich und etwas Sozialkritik versehen, so geht der zweite Aufguss in Richtung Teenie Horror mit dem Hauptaugenmerk auf den Klamauk liegend. Ähnlichkeiten zum Vorgänger müssen mit der Lupe gesucht werden und es stellt sich ernsthaft die Frage, wieso man den Film unter „C.H.U.D. II – Bud the Chud“ laufen ließ?
Aber auch egal, die Horrorkomödie im Stil von „Return of the Living Dead“ oder „Night of The Creeps“ kann auch für sich alleine stehen. Die Ausgangssituation ist dabei gar nicht mal so verkehrt. Die 80er Atmosphäre kommt gut rüber, die Frisuren sitzen und das Klischee-Barometer schlägt stark nach rechts aus. Nur wurde leider ein essentieller Teil für einen Horrorfilm vergessen und zwar der HORROR.
„C.H.U.D II“ ist definitiv zu soft. Alles driftet eher in die Teeniekomödie ab. Goreszenen gibt es so gut wie keine und Spannung leider auch nicht. So kann man sich nur an den öden Gags ergötzen und den Film an einem vorbeilaufen lassen. Immerhin funktioniert das noch recht gut, zumal die Schauspieler angenehm unauffällig agieren; weshalb man hier nicht von totaler Zeitverschwendung reden kann.
Fazit: Fortsetzung, die eigentlich keine ist. „C.H.U.D II“ ist Tenniehorror ohne Horror. Eigentlich nicht schlecht gemacht, aber viel zu zahm. Freunde der 80er können einen Blick riskieren, alle anderen können getrost einen großen Bogen um diesen Film machen.