Review
von Leimbacher-Mario
Der Lächerlichkeit preisgegeben
„C.H.U.D. 2: Chud the Bud“ hat nichts mit seinem nominellen Vorgänger, nichts mit Chuds im klassischen Sinne, nichts mit seinem Poster und ehrlich gesagt auch nichts mit einem guten Film zu tun - als Komplettist und einigermaßen Fan des Originals war er aber dennoch mal an der Zeit. Wiedersehen würde hier aber wenig Freude bereiten! Dieses Sequel hat mehr mit der ;“(späten) „Return of the Living Dead“-Reihe als seiner eigenen zu tun, kein Wunder, war er doch zuerst auch als Fortsetzung dieser angedacht. Doch auch da hätte er zur Losergruppe gehört. Er ist einfach nicht gut, da gibt’s kein Wenn, kein Aber. Er funktioniert weder als Horror, noch als Komödie - und das kann für eine „Horrorkomödie“ nicht gesund sein...
Erzählt wird (komplett anders als in Teil 1) von fehlgeschlagenen Experimenten der US-Armee mit Toten - und wie einer dieser hungrigen Zombies mit seltsamen Zähnen dann an einer High School bzw. in Kleinstadt für weitere Artgenossen sorgt... Die Zomb... äh Chuds sehen brutal billig und unspektakulär aus, einfach nur grau und mit Bond-Beisser-Gedächtnis-Kiefer, selbst wenn Bud an sich schon irgendwie süß und C-Level-ikonisch wirken kann. Aber hier läuft natürlich noch mehr schief, so gehen die Jokes z.B. meist in die Hose, Splatter darf man nahezu null erwarten (bis auf einen feinen Bunsenbrenner durch den Kopf!) und es wird versucht Gewalt an Tieren als lustig zu verkaufen, was natürlich, gelinde gesagt, auch schwer ist. Eine tolle Explosion gibt’s, einen heißen Bikini und einen aberwitzigen Song über „Bud the Chud“ - ansonsten ist hier Tiefkühltruhe im Schwimmbad.
Fazit: aus Horror wird „Komödie“, aus Flair wird Cheese, aus Schock wird Schmock, aus Grusel wird Fusel, aus New York wird Vorstadt, aus Untergrund wird Leichenhaus, aus Qualität wird Quatsch - „C.H.U.D. 2“ ist eine banale, ziemlich maue Horrorkomödie. Und als Fortsetzung fällt das sogar komplett durch. Nur das 80er-Feeling und manch eine völlig überzogene, strunzdumme Slapstickeinlage retten das Gröbste. Und es ist zumindest interessant, dass das eigentlich mal ein „Return of the Living Dead“-Sequel werden sollte. Insgesamt aber bedenkenlos zu vernachlässigen und kein Vergleich zum klasse ersten Teil.