Review

kurz angerissen*

Es ist nicht einfach, Geschichten über Blickkontakte und Smalltalk in einer kleinen Gruppe zu erzählen, doch Karyn Kusama gelingt dieser Spagat immerhin souveräner, als es die eigene Holzhammer-Vita mit "Aeon Flux" und "Jennifer's Body" vermuten ließe. Angenehmes Kribbeln nimmt man aus den Dialogszenen mit, die zwischen der Banalität oberflächlicher Partygespräche und unterschwelliger Befremdlichkeit pendeln. Indizien auf potenziell gefährliches Verhalten werden als Marotten der LA-High-Society abgewunken, die Spannung somit zu erhöhen versucht.

Neues gewinnt die Regisseurin dem gewählten Szenario jedoch nicht ab. Vielmehr bewegt sie sich unauffällig in den sicheren Bahnen dessen, was dialoglastige Suspense-Thriller auf kleinem Raum zu leisten imstande sind. Die abgesehen von Michiel Huisman eher unbekannten Darsteller erweisen sich im Rahmen ihrer Rollenzuweisung durchweg sicher. Tatsächlich rührt gerade von ihnen der Eindruck eines soliden Films, denn dieser lebt entscheidend von der Gruppendynamik zu Tisch und den Einzelgesprächen in abgeschiedenen Räumlichkeiten des großzügigen Designer-Hauses.

*weitere Informationen: siehe Profil

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